In Crowdsourcing

Lego setzt nicht mehr auf Mass Customization, aber weiter auf Crowdsourcing

Im Jahr 2007 habe ich mich hier im Blog begeistert gezeigt, dass man bei Lego via Spezialsoftware eigene Lego-Modelle entwickeln und die dazu benötigten Bausteine bei Lego bestellen konnte. Die Nachfrage war riesig. Zum Schluss nutzen mehr als eine Million Menschen pro Jahr das “Design-by-Me”-Angebot.

Das Erstaunen war groß, als Lego dieses Angebot im Januar 2012 einstellte. Die offizielle Begründung lautet wie folgt: “Despite this success, the overall Design byMe experience has struggled to live up to the quality standards for a LEGO service. As a result, the LEGO® Design byME service was closed in January 2012.”

Aber immerhin bietet LEGO seinen Fans seit Herbst 2011 eine “Ersatzdroge” an. Die Plattform dafür lautet LEGO CUUSOO. Jeder Lego-Fan wird dazu aufgerufen, seine Idee für sein Traum-Lego-Modell der Öffentlichkeit auf LEGO CUUSOO zu präsentieren. Wenn 10.000 Unterstützer gefunden wurden, prüfen die Lego-Veantwortlichen, ob sie den Bausatz in ihr offizielles Produktprogramm aufnehmen.

Was mir gut gefällt: Wird nach erfolgreicher Prüfung der Bausatz in die Lego-Produktpalette aufgenommen, erhält der “Erfinder” 1 % Umsatzbeteiligung. Allerdings sind bisher erst wenige Ideengeber in den Genuss solch einer Umsatzbeteiligung geworden. Bleibt zu hoffe, dass LEGO CUUSOO nicht “richtig ins Laufen kommt” und Lego für diese Innovation belohnt wird.

Im klickworker-Blog werden die Hintergründe kurz beleuchtet: “Cuusoo System, eine Unterfirma des japanischen Elephant Designs, kollaboriert seit über zehn Jahren mit LEGO. Das Wort Cuusoo ist japanisch und bedeutet Vorstellungskraft oder Wunsch. Bevor sie international zur Verfügung stand, ist die Plattform auf dem japanischen Markt getestet worden.”

Ein Problem sehe ich. Bei Lego Cluusoo handelt es sich um eine Stand-Alone-Plattform für Lego. Wäre es eine Plattform, auf der auch Fans Idee für andere Produkthersteller einstellen könnten, wäre die Akzeptanz wahrscheinlich größer. Das wäre ein Ansatzpunkt zur Verbesserung. Andererseits wäre auch zu überlegen, mit kickstarter & Co. zu kooperieren.

One Response to Lego setzt nicht mehr auf Mass Customization, aber weiter auf Crowdsourcing

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