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Pinterest-Nutzer bestimmen die Auswahl der Auslage im Nordstrom-Kaufhaus

In zahlreichen Blogpostings haben wir bisher erläutert, wie sich die Online- und Offlinewelt immer stärker miteinander verbindet bzw. verschmilzt, wie z.B. bei der Berichterstattung über die Diesel-Cam, die Farbtrendanalyse von Pimkie, die Homeshopping-Parties der ECommerce-Anbieter, die Vertriebskooperation von Big Shot Bikes mit Fahrradhändlern und das mylowes-Kundenbindungsprogramm. Richtig clever fand ich auch die Idee von C&A Brasilien, in einem Display auf den Kleiderbügeln anzuzeigen, wie viele Fans dieses Kleidungsstück bei Facebook hat. Dadurch sollte der Absatz vor Ort mit Hilfe der Facebook-Fans angekurbelt werden.

Von der Idee von C&A-Brasilien hat sich wohl die us-amerikanische Kaufhaus- und Versandkette Nordstrom inspirieren lassen. In 13 Nordstrom-Geschäften in den USA hat die Firma jede Woche die sog. “Top Pins” ausgestellt. Dabei handelte es sich um Produkte, die auf der Nordstrom-Pinterest-Pinwand am häufigsten “gepinned” wurden. An die Produkte wurde jeweils ein Pinterest-Symbol angehängt und auf einen Schild stand der Text: “Pinterest Top Pinned Items”. Damit wurde nicht nur die Verbindung zum Pinterestauftritt von Nordstrom hergestellt, sondern auch implizit dafür Werbung gemacht, den Pinterest-Auftritt des Kaufhauses zu besuchen.

Besonders clever war an der Aktion, dass lokale Vorlieben berücksichtigt wurden, indem die Pinterest-Daten lokal ausgewertet wurden. Damit wurde der “Pinterest-Tisch” in den einzelnen Geschäften unterschiedlich bestückt, denn die Geschmäcker sind im Norden der USA anders als im Süden und im Osten anders als im Westen. Aufgrund von knapp 4,5 Mio. Nordstrom-Fans auf Pinterest war diese Auswertung auch sehr repräsentativ. Ich bin mir sicher, dass in Zukunft mehr Offline-Händler die Informationen in den Social Webs auswerten werden, um den Verkauf vor Ort anzukurbeln.

Gefunden bei Gigaom

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