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Warum Elon Musk von Tesla Motors der „nächste Steve Jobs“ werden könnte

Jeder hat darüber sinniert, wer in der IT-Branche „das Zeug zum nächsten Steve Jobs“ hat. Man vermisst einfach die Art, wie Steve neue Produkte im Rahmen großer Events vorgestellt hat. Doch weit und breit scheint es keinen zu geben, der in seine Fußstapfen treten kann, nicht nur was die Produktpräsentation, sondern auch das Revolutionieren ganzer Märkte angeht. Aber halt, habt Ihr das neustes Video von Tesla Motors gesehen, in dem Elon Musk auf einer Convention die „neuen Tesla-Tankstellen“ vorstellt? Dann habt Ihr ihn auch gesehen, den „neuen Steve Jobs“. Schaut Euch einfach das 7-Minuten-Video weiter unten an und Ihr wisst, was ich meine.

Vor wenigen Tagen hat Elon Musk seinem Publikum die neue Tesla-Akku-Austausch-Station vorgestellt. Er konnte auf der Bühne live präsentieren, wie der Auflade-Akku eines Tesla S innerhalb von 90 Sekunden getauscht werden konnte. Spektakulär daran war, dass er gleichzeitig im Hintergrund ein Video laufen ließ, in dem gezeigt wurde, wie lange es dauert, eine Luxus-Auto an der Tankstelle mit Benzin zu befüllen. Und tatsächlich dauerte dieser Vorgang doppelt so lange wie der Austausch eines Akkus beim Tesla S. Die Menge jubelte.

Diese Idee kennen wir ja schon von Better Place, die daran gescheitert sind, ein flächendeckendes Angebot an Austausch-Stationen aufzubauen. Insofern halten die Tesla Fans den Atem an, denn es wäre unheimlich schade, wenn sich der Pionier der Elektro-Autos an solch einem Vorhaben „verheben würde“. Aber letztlich macht Tesla Motors seit kurzem endlich Gewinne und versteht den Aufbau solche Akku-Austausch-Tankstellen als Service und Kundenbindungselement. Zudem ist es einfach eine weitere Option, die nur möglich ist, weil der Tesla S so gebaut ist, dass der Akku schnell ausgetauscht werden kann.

Zudem will Tesla auch Geld mit seinem Service verdienen. Denn der Austausch eines Akkus soll 60 USD kosten. Ob sich dieses Angebot wirklich durchsetzen wird, wagen viele zu bezweifeln. Aber Tesla wird sicherlich erst einmal mit den ersten Stationen testen, ob das Angebot bei den Kunden ankommt und sich das auch für Tesla „rechnet“. Ich persönlich finde ein anderes Angebot der zukünftigen Tesla-Tankstelle viel spannender. Mit Hilfe des Super-Charger soll innerhalb von 20 Minuten die Hälfte des Akkus wieder aufgeladen werden können. Damit wäre der Super-Charger sechzehn Mal schneller als die herkömmliche Ladestation zu Hause.

Aus meiner Sicht wäre es genial, wenn der Super Charger in hochfrequentierten Parkhäusern großer amerikanischer Städte positioniert werden würde. Denn dann könnte der Tesla-Fahrer während des Aufladens einkaufen gehen oder einen Besuch bei einem Kunden machen. Oder die Tesla-Tankstelle hätte ein angeschlossenes Restaurant, in dem man schnell zu Mittag essen könnte. Oder, oder, oder. Da es mittlerweile viele Tesla-Fans gibt, könnte ich mir auch vorstellen, dass die Fans sich gerne in einer Community einbringen würden, um Ideen zu posten, wie die Tesla Tankstelle zum wirtschaftlichen Erfolg werden könnte. Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächste Live-Präsentation von Elon Musk.

5 Responses to Warum Elon Musk von Tesla Motors der „nächste Steve Jobs“ werden könnte

  1. Leser Fritzchen sagt:

    Etwas übertrieben … bis zu Steve Jobs wäre es noch ein langer Weg … und so genial ist diese Präsentation auch nicht wirklich 🙂

  2. Hallo Fritzchen,

    o.k. bis dahin muss Elon tatsächlich noch viele Jahre erfolgreich zurücklegen, aber siehst Du jemanden anderen, der ansonsten in diese großen Fußstapfen mal treten könnte?

  3. Ronny sagt:

    Die Idee ist zwar nicht neu (kennt man bereits aus der Robotik), aber bisher hat diese niemand für Elektrofahrzeuge umgesetzt. Ich bin hier der Meinung, nur mit dieser Technik kann man langfristig Elektroautos auch bei den Nutzern etablieren. Die derzeitigen Lösungen benötigen einfach zu lange, bis das Fahrzeug wieder fahrbereit ist.

  4. Jeremy sagt:

    Falsch. Elon Musk ist jetzt schon um einiges größer als Steve Jobs und spielt bereits in einer ganz anderen Liga. Überhaupt sind die beiden nur schwer zu vergleichen. Während beide zwar geniale Selbstvermarkter sind/waren, unterscheiden sich die beiden definitiv in Ihrer Tätigkeit. Während Steve Jobs sein Leben in der IT-Branche verbracht hat und oftmals Ideen anderer nur gut vermarktet hat und auf den Verkauf von Konsumgütern aus war, verändert Elon Musk die Welt auf viel mehr Gebieten und weitaus nachhaltiger.
    Elon Musk hat im Internet(Zip2), in der Finanzindustrie(Paypal), in der regenerativen Energiegewinnung(SolarCity), Automobilbranche(Tesla) und im Raumfahrtbereich(SpaceX) herausragende Pionierarbeit geleistet und der wahre Einfluss dieser Tätigkeiten wird sich auch erst in einigen Jahren/Jahrzenten voll darstellen.
    Dieser unglaubliche unternehmerische Erfolg in diesen grundverschiedenen Bereichen, die er auch noch größtenteils als Pionier angegangen ist, ist beispiellos und noch nie dagewesen.

    Wenn überhaupt ist Elon Musk im Vergleich höchstens mit mehreren Personen aufzuwiegen, vermutlich Jobs, Howard Hughes und J. Rockefeller.
    Auf jeden Fall hat er von der Bedeutung seiner unternehmerischen Tätigkeit schon jetzt weitaus mehr geleistet als Jobs.

  5. Hallo Jeremy,

    danke für die ausführliche Auflistung.

    Der Titel war natürlich reißerisch (Vergleiche hinken immer), aber er hat seinen Zweck erfüllt 🙂

    Tatsächlich hat Elon Musk in vielen sehr unterschiedlichen Branchen neue Standards gesetzt, so dass man dies schon als größere Herausforderung ansehen könnte.

    Aber auch Steve Jobs war in zahlreichen Branchen aktiv, rettete einen angeschlagen Konzern, erfand sich immer wieder neu und das über einen sehr langen Zeitraum.

    Fazit: Beiden gebührt hoher Respekt!

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