In V - Existenzgründung

StartUpCamp: Wenn 70 Menschen an einem Wochenende ein Unternehmen gründen

Vor kurzem habe ich hier im Blog die Frage gestellt, wann das erste Seedcamp in Deutschland stattfindet. Jetzt lese ich im techcrunch-blog, dass während eines sog. „StartUp-Weekends“ in Boulder (Colorado) 70 Teilnehmer das Start Up „vosnap“ gegründet haben. Vosnap bietet ein Social Voting Tool an.

Von dieser Story inspiriert fragt jetzt der sprechblasen-Blogger Cem Basman laut nach, wer Lust hat, an dem ersten „StartUp Weekend“ im September in Hamburg teilnehmen würde. Konkret beschreibt er seine Idee wie folgt: „Organisation und Ablauf wären ähnlich wie bei einem barcamp, nur aufgrund der Komplexität strukturierter und mit etwas mehr Vorlauf und Vorbereitung.“ Und das Motto steht auch schon fest: „Crowdsourcing goes Start Up„. Hinter der Idee ist jetzt schon so viel Power und mit o.g. Beispiel gibt es schon eine so gute Benchmark, dass die Idee von Cem sicherlich im September umgesetzt wird.

Das erste inofizielle StartUp Weekend hat allerdings vor kurzem schon stattgefunden. Alles fing damit an, dass der note-Blogger Christof Hintze im November 2006 seinen Traum gepostet hatte, ein Wochenende mit zahlreichen Bloggern in einer Almhütte zu verbringen. Und genau dieses Treffen hat vor wenigen Tagen stattgefunden. Und am Ende war ein Baby geboren, nämlich das Webprojekt „myWhitelist“. In Anspielung an die „Black List“ kann hier jeder positive Business-Empfehlungen aussprechen. Im Gegensatz zu XING geht es weniger um Kontakte, sondern vielmehr um „echte“ Empfehlungen.

Haben solche Schnellschüsse Aussichten auf Erfolg. Wenn es sich um eine überschaubares Projekt wie z.B. „myWhitelist“ handelt, dann auf jeden Fall. Wenn allerdings wirklich ein „echtes StartUp“ aufgebaut werden soll, muss (fast) alles stimmen. So sollten die geschäftsführenden Gesellschafter mindestens 51 % der Anteile besitzen und zwar nach Kapitalerhöhung durch Investoren. Zudem sollte es klare Regeln für den Ausstieg von Minderheitsgesellschaftern geben. Dann könnte daraus wirklich eine spannende Story werden.

8 Responses to StartUpCamp: Wenn 70 Menschen an einem Wochenende ein Unternehmen gründen

  1. Frank sagt:

    Ich bin seit zwei Tagen dabei, und war zunächst mal skeptisch.
    Die Gruppendynamik, die dort momentan läuft hat mich aber mittlerweile überzeugt, das die Idee einfach klasse ist und funktioniert.
    Die Menschen dort machen´s halt aus. Es menschelt tatsächlich. Für eine Businessplattform sehr ungewöhnlich (und außergewöhnlich).

  2. Elke sagt:

    Wahnsinnsidee. Ich kann nur sagen, es macht so viel Spaß mit sympathischen Leuten – die man vor einigen Tagen noch nicht kannte – zusammenzuarbeiten. Zu reden, zu diskutieren, zu testen, konstruktiv zu arbeiten, einen Konsens zu finden. Zu sehen, wie die Idee umgesetzt wird und immer mehr Leute begeistert. Die, die verstehen, um was es hier geht, was myWhitelist von anderen Businessportalen unterscheidet. Ein Portal von Menschen für Menschen. Allein die vielen tollen Leute, die ich durch diese Idee kennengelernt habe, waren es schon wert, mitzumachen. Also, ich finde, die Idee funktioniert.

    Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum.
    Wenn Menschen gemeinsam träumen, isr es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.

  3. Elke sagt:

    Wahnsinnsidee. Ich kann nur sagen, es macht so viel Spaß mit sympathischen Leuten – die man vor einigen Tagen noch nicht kannte – zusammenzuarbeiten. Zu reden, zu diskutieren, zu testen, konstruktiv zu arbeiten, einen Konsens zu finden. Zu sehen, wie die Idee umgesetzt wird und immer mehr Leute begeistert. Die, die verstehen, um was es hier geht, was myWhitelist von anderen Businessportalen unterscheidet. Ein Portal von Menschen für Menschen. Allein die vielen tollen Leute, die ich durch diese Idee kennengelernt habe, waren es schon wert, mitzumachen. Also, ich finde, die Idee funktioniert.

    Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum.
    Wenn Menschen gemeinsam träumen, isr es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.

  4. Es wurde aller höchste Zeit für eine Idee wie My Whitelist, es gibt viele Ansätze die ähnlich sind, aber konsequent hat das noch keiner in Angriff genommen. Das hat mich gestört. Immer schwingt da so eine Business Case mit. Der mir nicht schmeckte. XING ist genau an der stelle abgebogen. Viele sind auf dem Weg zum eigentlichen Ziel – echtes Web 2.0, aus monetären Gründen abgebogen.
    Mal sehen ob uns es gelingt, den Gedanken bis zu Ende zu verfolgen. Das hängt aber weniger von den Machern ab, als den Menschen die sich in My Whitelist engagieren. Von nichts kommt nichts, nicht mal im Internet.

    My Whitelist wird mit viele Regeln brechen. Viele neue Lösungen aufzeigen. Wir sind noch ganz am Anfang, aber wenn ich die Liste der Ideen sehe, die wir noch umsetzen wollen, dann kann ich es gar nicht mehr erwarten.

    Der Rückenwind für Idee ist enorm. Das ist echt cool.

  5. Hallo Christof,

    jetzt hast Du mich aber neugierig gemacht. Welche Ideen stecken denn noch konkret in der Pipeline?

    Vor ca. einem Jahr wurde hier im Blog die Idee einer Empfehlungsplattform diskutiert, nachdem Jan-Erik Meyer den Denkanstoss gegeben hat.

    Mir gefiel an dem Ansatz von Jan-Erik besonders gut, dass die Empfehlung im Vordergrund stand und weniger die Eigenwerbung der User. Das vermisse ich bei Euch noch und ist für mich entscheidend bei einer Empfehlungsplattform.

  6. Carsten sagt:

    Die Dynamik ist unfaßbar. Parallel läuft gerade eine Diskussion mehrerer MyWhitelist-User über die Verbesserung des Auftritts, Über 200 Menschen haben sich schon zusammengefunden. Die erste Empfehlung wurde ausgesprochen. Und die Geschwindigkeit ist gigantisch. Und alles bis dato ehrenamtlich. Einfach weil es Spas macht. Und die Leute super sympathisch sind. Kein Zickenterror. Einfach nur Austausch. Ehrlichkeit und dazu noch fair und offen.
    Ich freue mich auf diese Geschichte. Es wird spannend. Sexy ist das schon

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