In Finanzen, V - Management

Ohne Ehrenamt wäre die Organisation der Fußball WM nicht möglich bzw. “unbezahlbar”

Am Montag habe ich bei den Wirtschaftsjunioren Frankfurt einen spannenden Vortrag einer Mitarbeiterin des Frankfurter WM-OK-Teams besucht. Zwei Zahlen haben mich besonders beeindruckt: Auf 240 bezahlte Mitarbeiter (dazu zählen auch Praktikanten) kommen insgesamt 14.000 ehrenamtliche “Mitarbeiter”, die ohne Bezahlung (bis auf eine Aufwandsentschädigung) bis zu 6 Wochen Vollzeit arbeiten.

Das Kostenbudget wäre also um ein Vielfaches höher, wenn man nicht auf diese ehrenamtlichen Kräfte zurückgreifen könnte. Von Vorteil ist natürlich, dass mehr als 100.000 Personen in den Fußball- und Sportvereinen in Deutschland ehrenamtlich aktiv sind. Somit war es hier nicht schwierig, viele Freiwillige zu finden, die bei DER Veranstaltung in diesem Jahr mithelfen wollen.

Grundsätzlich ist die Suche nach diesen Volunteers abgeschlossen. Nur noch vereinzelt werden jetzt noch Volunteers mit speziellen Sprachkenntnissen für bestimmte Spielorte gesucht. Ansonsten ist hier die wesentliche Vorarbeit hinsichtlich der Rekrutierung getan.

Was kann jetzt ein Unternehmen von o.g. Erkenntnis lernen? Man sollte schauen, ob man nicht auch in seinem Unternehmen Personen engagieren kann, ohne ein großes Personalkostenbudget zur Verfügung zu stellen. Viele Zeitschriftenverlage stellen z.B. heute zahlreiche Praktikanten statt Volontäre ein, um die Kosten gering zu halten. Aus meiner Sicht wird es hier aber übertreiben und die fehlende Kontinuität in der Personalpolitik kann schnell zum negativen Bumerang werden. Übrigens gilt dies derzeit für viele Branchen, die ihre Praktikanten nahezu ausbeuten.

Ein erfolgreiches Konzept, Personen quasi kostenfrei einzubinden, haben wir auf dem Portal unter dem Titel “Nachtausgabe – 100 Mitarbeiter zum Nulltarif” beschrieben.

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