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Wenn das Autobahnkreuz Leverkusen bald Bayer-Kreuz heisst

Von der Formel 1 kennen wir es schon, dass jede Kurve der Rennstrecke den Namen eines Sponsors hat, wie z.B. Michelin-Kurve. Auch das Fussballstadion in Frankfurt heißt nicht mehr Waldstadion sondern Commerzbank-Arena. Schon bald könnte das Vermarktungs-Konzept auch auf Autobahnen, Autobahn-Kreuze oder Ausfahrten übertragen werden. Laut einer Meldung der „Auto-Bild“ hat das Elektronikunternehmen Conrad eine Million Euro dafür geboten, dass die Kreuzung der Autobahnen A 6 und A 93 künftig „Conrad-Electronic-Kreuz“ heißt.

Noch verhindert Paragraph 33 der Straßenverkehrsordnung „jede Werbung und Propaganda durch Bild, Schrift, Licht und Ton“ außerhalb geschlossener Ortschaften. In den USA sind gesponserte Streckenabschnitte schon seit 15 Jahren üblich. Mit dem Programm „adopt-a-highway“ können Firmen eine Patenschaft für einen Streckenabschnitt übernehmen und im Gegenzug am Fahrbahnrand werben. Spätestens wenn das Thema „Autobahn-Maut“ für Privatpersonen wieder auf die Tagesordnung kommt, sollte man sich über diese Alternative ernsthafte Gedanken machen.

Ich habe vor einiger Zeit im Radio von einer Gemeinde in Deutschland gehört, die für 15 Jahren Straßennamen verkauft. Somit ist es z.B. Unternehmen möglich, die Strasse, in der sich der Unternemenssitz befindet, nach ihrem Firmennamen zu benennen. Vielleicht hätte Dresden nicht sein keines Tafelsilber, sprich Wohungsbestand verkaufen müssen, sondern o.g. Idee umsetzen sollen.

Gelesen in PR-Mitteilung von enterpress

4 Responses to Wenn das Autobahnkreuz Leverkusen bald Bayer-Kreuz heisst

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  3. Pendler sagt:

    Hm, da sehe ich direkt mehrere Vor- und Nachteile. Natürlich könnten die Einnahmen dem Starßenbau nur zuträglich sein und für sicherere und besser ausgebaute Straßen sorgen. Im Idealfall. Allerdings möchte ich auf keinen Fall demnächst nur noch an Werbetafeln vorbei fahren. Erstens lenkt das ab und zweitens zerstört das ja noch mehr die Umwelt als es die Straßen an sich schon tun. Das geht vielleicht im weiten und leeren Amerika an Highwas, in unserem Straßennetz fehlt das gerade noch. So lange sich die Werbung auf die namensgebung beschränkt geht das ja alles noch, aber ansonsten: Schnapsidee!

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