In Finanzen, Innovation

Großer Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Investition in Innovationen

Bereits im Juli 2006 habe ich hier im Blog über eine BCG-Studie zum Thema Innovationen in Großunternehmen berichtet. Jetzt habe ich noch einmal unter anderen Gesichtspunkten die Studie durchgelesen. Folgende Erkenntnisse haben ich auf Basis der Ergebnisse der Studie „Innovation 2006“ der Boston Consulting Group herausgepickt, an der sich 1070 Führungskräfte aus 68 Ländern beteiligt haben:

  • Obwohl die Ausgaben für Innovationen in den Unternehmen erhöht werden, wird die finanzielle Ausbeute daraus meist bemängelt.
  • 56 Prozent der Befragten aus Industrieunternehmen geben an, dass sich die Investition in Innovation finanziell nicht rentiere.
  • Es fehle nicht an Ideen, sondern an der erfolgreichen Umwandlung in den finanziellen Erfolg.
  • 21 % der Manager fanden es schwierig, die richtigen Ideen auszuwählen
  • Laut 32 % der Befragten dauert der Zeitraum von Ideengenerierung bis zur Marktreife zu lange.
  • Trotz der z.T. bescheidenen finanzielle Ergebnisse stufen 72 % der Befragten Innovationen als High Priority ein, ganz nach dem Motto: „Stillstand ist Rückschritt“.

Diese Erkenntnisse sollten auch die Crowdsourcingplattformen zur Kenntnis nehmen. Denn nur durch die richtige Auswahl und schnelle Umsetzung können gute Ideen, die es tatsächlich reichlich gibt, in finanziellen Erfolg verwandelt werden. Und hier ist weniger (Personen) meist mehr!

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2 Responses to Großer Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Investition in Innovationen

  1. Gunnar sagt:

    Mich wundert nicht, dass in den großen Unternehmen die Innovationen nicht den erwünschten Erfolg haben und zu lange brauchen bis sie umgesetzt werden. Ich habe in meinem Konzern gerade mal wieder eine „Innovationsoffensive“ hinter mir. Viele von uns waren da tatsächlich mit wirklichem Eifer dabei (zumindest in meinem Umfeld) und haben sich bei dem dazu stattfindenden Wettbewerb, mit 2-3 Ideen beteiligt.

    Leider werden die, teilweise wirklich guten Ideen, dann bei der Umsetzung in endlosen Meetings, wo dann jeder noch etwas beitragen will, glattgeschliffen, genormt, plattgeklopft und erhalten dann vom jeweiligen „Bereichsfürsten“ noch den „letzten Schliff“ (das ist dann auch wörtlich zu nehmen). Das das dann lange dauert und letztlich auch wenig Erfolg bringt, liegt dabei auf der Hand.

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