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Kreative Finanzierung (6): private Zuschüsse

Geschenktes Geld ist fast immer am schönsten. Früher gab es gerade in Deutschland sehr viele Zuschüsse für Produktionsunternehmen, die in den schwach besiedelten Gebieten der Neufünfländer neue Produktionsstätte aufgebaut hatten. Doch mittlerweile werden selbst in Ostdeutschland die Zuschüsse längst nicht mehr so häufig und großzügig verteilt. In starken Wirtschaftsregionen in Westdeutschland gibt es schon seit Jahren keine nennenswerten Zuschüsse mehr. Aber trotzdem gibt es noch einige lukrative Quellen für private Zuschüsse.

Noch nie gab es so viele Gründerwettbewerbe wie heute. Bei einable2start konnten z.B. gleich fünf Unternehmen 50.000 EUR Siegprämien kassieren. Ich kenne zahlreiche StartUps, die sich Ihr Eigenkapital genau über solche Grünbderwettbewerbe besorgt haben. Schpn daran ist, dass man diese Siegprämien nicht mehr zurückzahlen kann. Und nicht nur in der Gründungsphase, sondern gerade auch in der Wachstumsphase lohnt es sich weiterhin, an entsprechenden Wettbewerben teilzunehmen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die indirekten Nutzniesser eines Anbieters in die Finanzierung einzubinden. Ryanair ist z.B. bekannt dafür, jede erdenkliche Einnahmequelle zu nutzen, um trotz hoher Kerosinpreise die Flugpreise klein zu halten. Eine der besten Idee besteht darin, die direkten Nutznießer in den Urlaubsregionen (Kommunen, Hotels, Gasstätten,…) zur Kasse zu bitten. So werden elegant private Zuschüsse kassiert, obwohl keine direkte Kundenbeziehung besteht.

4 Responses to Kreative Finanzierung (6): private Zuschüsse

  1. […] Tipp 5: Private Zuschüsse Geschenktes Geld ist immer am schönsten! […]

  2. Finanzen sagt:

    Ähnliche Zuschüsse „verlangen“ zum Teil auch namhafte Einzelhandelunternehmen von der Industrie. Dadurch schliessen sich oftmals die Türen für kleinere Industrieunternehmen, die unter Umständen bessere Produkte liefern, aber die WKZs nicht zahlen können.

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