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Kreative Finanzierung (7): Noch mehr Ideen

Einige Finanzierungspartner haben Sie bisher sicherlich vermisst. Mitarbeiterbeteiligungen sind z.B. sehr beliebt. Ich warne allerdings davor. Denn wenn es dem Unternehmen mal nicht so gut geht, dann konzentrieren sich die Mitarbeiter meist nicht mehr auf ihre Arbeit, sondern zittern nur noch um ihre Beteiligung und sind häufig wie gelähmt. Damit will ich zwar Mitarbeiterbeteiligungen nicht verteufeln, aber auch nicht als Allheilmittel verkaufen.

Eine sehr gute Finanzierungsalternative besteht darin, Ausgaben von vornherein zu vermeiden. Dann muss man auch weniger finanzieren. Klingt sehr simpel. Ich will es an einem Beispiel erläutern. Viele Gründer verwenden Ihr Marketingbudget nach dem Gießkannenprinzip: Für alles ein bißchen ausgeben, aber für nix richtig. Das Ergebnis ist meist gleich null. Warum nicht lieber das Geld in einen guten Positionierungsberater investieren, das restliches Werbebudget gezielt einsetzen und mehr mit professionellen Vertriebspartnern zu arbeiten?

2 Responses to Kreative Finanzierung (7): Noch mehr Ideen

  1. Guido sagt:

    Hallo Burkhard,

    schöne Serie, zwei Anmerkungen dazu:

    1. Hessen, vergesst mir die Bürgschaft nicht ;o
    http://www.buergschaft-ohne-bank.de/

    2. Unternehmer, investiert in Beratung, v.a. für Positionierung und Marketing. Und gebt dann Geld zielgerichtet aus, wie Burkhard das beschreibt. Und das Wichtigste: Folgt den Beratern ganz oder gar nicht ;o

    Herzlichst Guido Augustin

  2. Hallo Guido,

    Die Bürgschaft zähle ich zu den Bestandteilen einer Standardfinanzierung. Problem bei Bürgschaften besteht häufig darin, dass nur 50 % (Betriebsmittel) und 70 & (Investitionen) der Kreditsummen verbürgt werden.

    Zudem handelt es sich um eine Ausfallbürgschaft, d.h. der Bürgschaftsnehmer haftet auch bei Kreditausfall weiter gegenüber der Bürgschaftsbank.

    Trotzdem halte ich gerade das Programm „Bürgschaft ohne Bank“ für sehr gut. Denn wenn der Unternehmer erst einmal den ersten Partner im Boot hat, der sich committet, dann ist ein wichtiger Teil der Wegstrecke erfolgreich gemeistert worden. Es gibt zumindest Rückenwind. Und mit Rückenwind laufen wir doch alle lieber.

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