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John de Mol bietet bis zu 50.000 USD für neue TV-Show-Idee

Auf den meisten Crowdsourcing-Ideenplattformen wird man meistens mit Peanuts abgespeist, wenn man dort neue und zum Teil bahnbrechende Ideen vorschlägt. Das geht auch anders. John de Mol, bekannt durch Shows wie Traumhochzeit, Deal or no Deal und natürlich auch BigBrother, bietet jetzt (indirekt über seine Firma Talpa USA) bis zu 50.000 USD demjenigen, der ihm eine bahnbrechende Idee für ein neues TV-Showkonzept anbietet. Eigens dafür hat er die Ideenplattform “talpacreative” ins Leben gerufen. Die Vorgehensweise ist wie folgt beschrieben:

howitworks

Dementsprechend wird pro Monat eine Idee prämiert, für die es 500 USD Prämie gibt. Richtig Geld, nämlich bis zu 50.000 USD, gibt es erst zu verdienen, wenn aus der Idee eine erfolgreiche TV-Show wird. Noch besser fände ich es natürlich, wenn der Ideengeber in Form einer Lizenzgebüur am Vermarktungserfolg mit beteiligt werden würde. Das wäre aus meiner Sicht noch fairer. Doch wie will man heute allein mit einer Idee gutes Geld verdienen, wenn man nicht den Zugang zu den erfolgreichen Produzenten und Vermarktern hat. Deshalb ist das Angebot von John de Mol ein erster guter Schritt, wenn auch noch nicht die Optimallösung.

Gefunden in USAToday

2 Responses to John de Mol bietet bis zu 50.000 USD für neue TV-Show-Idee

  1. Gut, dass die Incentives steigen. So ist man eher bereit, die eigenen Ideen ungeschützt in den großen Pool zu werfen. Was hier wie auch an anderer Stelle fehlt, ist eine rechtliche Absicherung für die Ideengeber. Nur allzuoft findet die Idee ohne den Ideengeber ihren Weg und auch parallel entwickelte Ideen sind in diesem Verfahren nicht transparent. Statt dessen bestätigt man von vorn herein, dass die eigene Idee auch schon vorher von John de Mol & Co entwickelt worden sein kann. Damit liefert man sich aus.

    Dabei wäre es ganz einfach. Der Ausschreiber integriert ein objektives Hinterlegungsverfahren in den Einreichungsprozess. Während man seine Idee hochlädt, wird sie gleichzeitig bei einem Notar hinterlegt. Der Ausschreiber verpflichtet sich, bei Nachfragen und Zweifeln die betroffenen notariellen Dokumente vorzulegen. Damit ist glaubhaft und nicht manipulierbar nachzuweisen, wer mit welcher Idee der erste war.
    Technisch kein Problem, wirtschaftlich auch nicht, wir bieten genau das an.

    Viele Grüße,
    Peter
    http://www.PriorMart.com – Schutz für kreative Werke

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