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Netzwirken: Crowds entscheiden im Rahmen eines Wettbewerbes über Geldverteilung an Non-Profit-Projekte

Die Macher der Crowdsourcing-Plattform netzwirken träumen von einer Gesellschaft, in der jeder Mensch eigenverantwortlich und zum Wohle der Gesellschaft handelt und sich dabei als Teil des Ganzen sieht. Um das zu erreichen, wollen sie mit folgender Idee dazu beitragen: “Wir schaffen Transparenz und Glaubwürdigkeit durch direkte multimediale Kommunikation. netzwirken ist die erste Online-Plattform, die ökosozialen Projekten und verantwortungsvollen (u)Unternehmen verschiedenster Wirkungskreise ein gemeinsames Zuhause schenkt. Dort nutzen wir bestehende Systeme wie Wettbewerb, Marktwirtschaft und Demokratie, um wirtschaftlichen-, sowie Werteprofit für alle Beteiligten zu schaffen.”.

Das Grundprinzip der Plattform besteht darin, dass zwei Non-Profit-Projekte gegeneinander antreten und um die Gunst der Communitymitglieder buhlen. Kein Eitelsonnenschein, sondern ein knallharter Wettbewerb soll über die Verteiligung der Spendengelder, die durch Unternehmen, Stiftungen oder Privatspender aufgebracht werden sollen, entscheiden. Die Wechselwirkungen zwischen den drei beteiligten Gruppen ist oben in der Graphik dargestellt. In folgenden fünf Schritten findet die “Challenge” statt:

  1. Unternehmen, Stiftungen oder vermögende Privatspender suchen sich aus dem Projektkatalog zwei Projekte aus.
  2. Die Projekte stellen sich und Ihr Wirken in einem Zeitraum von 28 Tagen ausführlich vor.
  3. Die Netzwirker könnnen an die Projektverantwortlichen Fragen stellen und Kommentare abgeben.
  4. Die Netzwirker entscheiden mit ihrer Stimme über die Verteilung des Geldes auf die Projekte und können dieses mit eigenen Zuwendungen freiwilig noch erhöhen.
  5. Der gesamte Geldbetrag wird am Ende der challenge im Verhältnis der abgegebenen Stimmen zu 100% an die Projekte verteilt.

Ich finde es einen mutigen Ansatz, in der rosa gefärbten Spendenwelt zwei Projekte direkt gegeneinander antreten (ausspielen) zu lassen. Aber so ist es nun mal. Jeder Spender, der sich für ein Projekt entscheidet, entscheidet sich damit auch automatisch gegen andere Projekte. Und eine Entscheidung kann man am besten treffen, wenn man zwei Alternativen direkt miteinander vergleicht. Begonnen werden soll mit der ersten Challenge im September 2008. Ich bin gespannt, ob die Initiatoren die größte Hürde schaffen, nämlich genug Geldgeber zu finden, die die Voraussetzung für jede Challenge schaffen müssen.

Aufmerksam wurde ich auf das etwas andere Crowdsourcing-Projekt durch einen Beitrag von Det Mueller in seinem muellers-Blog. Dieser Blog ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch am Inhalt kann man sich “satt sehen”. Det Mueller ist Werbeberater, Designer, Texter und packt alle seine Stärken in dieses Blog. Ich habe Det vor über einem Jahr auf einer LOHAS-Veranstaltung in Frankfurt kennengelernt. Seitdem schaue ich immer wieder gerne in seinem Blog vorbei. Ich könnte mir vorstellen, dass dies in Zukunft immer mehr Personen machen. Denn Det hat viel zu sagen.

5 Responses to Netzwirken: Crowds entscheiden im Rahmen eines Wettbewerbes über Geldverteilung an Non-Profit-Projekte

  1. Det Mueller sagt:

    @ Burkhard

    Mindestens im Marketing bist Du, lieber Burhard, für mich der “Grossmeister der Blogger”. Und für einen Mann, den ich ob seiner unglaublichen Blog Aktivitäten und seiner damit einher gehenden kühl-sachlichen, aber “genau-auf-den-Punkt” treffenden Sachbeobachtung sehr schätze, ist mir Dein offenes Kompliment heute umso mehr an die Seele gegangen.
    Danke!

    Det

    […und bitte Mueller immer mit “ue” – auch dann, wenn Du mal beschließen solltest mich mit Design oder LOHAS in Deine ehrenwerte Blogroll aufzunehmen 😉 ]

  2. […] Oder Sie lesen eine wunderbare Marketing-Beschreibung auf dem  Best-Practice Blog von Burkhard Schneider, die kurz aber prägnant die entscheidenden Vorteile deutlich erläutert, dort lesen <<< […]

  3. Lieber Det,

    das mit dem “ue” lerne ich noch 🙂

    Dein Blog gehört tatsächlich zu einem meiner Lieblingsblogs. Deshalb werden sicherlich noch einige Trackbacks folgen.

    Danke für die sehr treffliche Beschreibung meines Blogstils. Ich verstehe meine Webseite als Mischung aus Blog (Kolumne) und journalistischer Beschreibung. In einige Wochen wird das bei einem Relaunch hoffentlich auch äußerlich deutlicher.

  4. […] Es ist kein Geheimnis, dass ich ein besonderes Faible für Crowdsourcing-Geschäftsideen habe. Wenn mittlerweile Konzerne mit mehr als 100.000 Mitarbeitern zu der Erkenntnis kommen, Hilfe von außen in Form von Crowdsourcingprojekten zu holen, dann gilt das für kleine StartUps erst recht. Allerdings können solche Projekte scheitern, wenn man alle und jede Entscheidung von Dritten treffen lässt. Es kommt auf die richtige Mischung von Lead-Managern und Crowds an. DeinFussballclub macht mehr als 10.000 Fans zu Co-Fußballmanager TCHO-Schokolade: 1000-Beta-Tester helfen bei der Weiterentwicklung myfab: Crowds stimmen über neue Produkte direkt ab Werk ab Parts of Sweden macht IKEA-Fans zu Co-Produzenten Crowdsourcing Restaurant ist in Washington in Planung Crowdsourcing-StartUp nvohk produziert T-Shirts für Surfer & Co. Splitwheel – Crowdsourcing Car Projekt aus England Open Innovation – Schweizer wandeln auf den Spuren von Innocentive Crow`n`crow-Crowdsourcingplattform startet mit DesignContest Netzwirken: Crowds entscheiden im Rahmen eines Wettbewerbes über Geldverteilung an Non-Profit-Proje… […]

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