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Porto für E-Mails – wirklich eine gute Idee?

AOL und Yahoo wollen zur Bekämpfung von Spam vertrauenswürdige Unternehmen dazu bringen, für ihre Mails zu bezahlen, die dann direkt unter Umgehung der Filter im Briefkasten der Kunden landet. Damit würde erstmals eine Art Porto für Email eingeführt. Das Einnahmepotenzial wäre riesig, wenn die Versender drauf eingehen würden.

Beide Provider verweisen explizit darauf, dass nicht alle Mails ohne “Porto” abgewiesen werden sollen, allerdings die bezahlten Mails “eine Sonderbehandlung” erhalten sollen. Bei AOL sollen sie direkt im Postfach der Empfänger landen und nicht mehr über die Filter laufen, auch Bilder oder Links werden nicht blockiert. Um den Empfänger aber nicht unkontrolliert zuspammen zu lassen, muß er vorher die Einverständnis für diese Sonderbehandlung geben.

Die Einführung des Email-Portos steht in Zusammenhang mit der Kooperation von Yahoo und AOL mit Goodmail. Die Firma bietet einen CertifiedEmail-Service an, bei dem Emails von registrierten Versendern mit einem Symbol gekennzeichnet werden, das den Empfänger garantieren soll, dass die Mails sicher und vertrauenswürdig sind und von einem beglaubigten Versender stammen. Die Empfänger sollen damit vor Spam und Mails von Betrügern oder Kriminellen auf Phishing-Beutezügen geschützt werden. Goodmail verlangt vermutlich pro Email zwischen 0,25 und 1,0 Cent. Wer mehr Mails versendet, erhält einen entsprechend größeren Preisnachlass. Die Hälfte der Gebühr bekommen AOL und Yahoo.

Fazit:

Die Geschäftsidee von Goodmail klingt wie die Lizenz, Geld zu drucken. Wenn das Konzept erfolgreich ist, können die Inhaber vor “Kraft bald nicht mehr laufen”. Mit Hilfe dieser Idee können jetzt die Provider erstmals auch vom Versender Geld kassieren und nicht nur vom Empfänger. Das Umsatzvolumen ist riesig. Umso mehr Unternehen auf diesen Zug aufspringen, umso schwieriger wird es für die Unternehmen, die nicht diese “Zollgebühr” bezahlen wollen. Schaun wir mal, welche Stilblüten das Konzept noch bringen wird und ob sich durchsetzen wird?

Weitere Infos gibt es unter Heise.de

4 Responses to Porto für E-Mails – wirklich eine gute Idee?

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  3. […] sie von einer Portopflicht für E-Mails berichteten. Über solch eine Idee haben wir schon 2006 hier im Blog berichtet: “AOL und Yahoo wollen zur Bekämpfung von Spam vertrauenswürdige Unternehmen dazu […]

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