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Vom Trainer zum Produkthersteller

Ein Trainer, Berater oder Coach hat meist ein kleines Problem: Er kann sich nur einmal für einen bestimmten Zeitraum „verkaufen“. Deshalb kommen viele Dienstleister auf die Idee, ein skalierbares Produkt anzubieten. Viele Berater stecken z.B. ihr Know How in eine Software und wollen sie dann an viele Kunden gleichzeitig verkaufen. Noch üblicher ist der Weg, ein Buch zu schreiben und es tausendfach zu verkaufen. Um damit aber ausreichend Geld zu verdienen, muss man schon einen Bestseller landen (Im nächsten Bericht werden wir uns diesem Thema ausführlich widmen).

Der Schweizer Kreativitäts-Trainer Jiri Scherer der Firma Denkwerk hat eine weitere gute Idee entwickelt, sein Know How in Form von Geld zu vermehren. Er hat die Ideenbox entwickelt. Mit Hilfe der 55 Karten dieser Ideenbox können sie Ideen für eine Produktinnovation, ein Projekt, eine Werbekampagne etc. bewerten. Die Kartenvorderseite führt in die Technik ein, die Rückseite zeigt Übungen und Anwendungsbeispiele auf. Dieses Kartenset kostet 55 CHF.

Jetzt ist Jiri Scherer noch einen Schritt weiter gegangen und bietet für 298 CHF die Kreativitätsbox an. Es handelt sich dabei quasi um einen abgespeckten Moderationskoffer für Kreativitätstrainer. Das wirklich Wertvolle ist die Ideenbox. Den Rest kann man bei Büromaterialanbietern zukaufen. Gelesen im Geistesblitz-Blog.

Ich vermute, ohne es jetzt genau nachgerechnet zu haben, dass man billiger kommt, wenn man sich den Koffer individuell zusammenstellt. Insofern glaube ich nicht, dass die Kreativitätsbox ein Verkaufsschlager wird und damit nennenswert zum Gewinn der Firma Denkwerk beiträgt. Sehr wohl könnte man aber diese Box, ähnlich wie bei Büchern, als PR-Instrument verwenden. Dafür müsste man sich einen großen Distributor für Büromaterial suchen, der diese Box bewirbt und verkauft.

Wie könnte jetzt aber Jiri Scherer mit seiner Kreativitätsbox Geld verdienen? Ein Weg wäre, die Produkte nahezu zu Einkaufspreisen anzubieten und zusätzlich die Ideenbox zu integrieren. Dann könnte man wahrscheinlich zu handelsüblichen Konditionen die Kreativitätsbox erhalten und bekäme zusätzlich die Ideenbox „geschenkt“. Um auch die Kreaitivitätsbox mit interessanten Margen verkaufen zu können, müssten exklusive Produkte enthalten sein, die jeder Trainer braucht aber nicht einzeln zugekauft werden kann. Ein Brainstorming mit der Zielgruppe müsste reichen, um diesbezüglich gute Ideen zu entwickeln.

6 Responses to Vom Trainer zum Produkthersteller

  1. Das Problem, das wir Coachs/Berater/Trainer haben, ist hier absolut richtig diagnostiziert.

    Nur bin ich der Meinung, dass man Fachbücher, Ideenboxes und was auch immer nicht als Geldverdien-, sondern als Marketing-Instrument (Reputation) einsetzen kann. Das – jedenfalls – wäre mein Ansatz.

    Hinweis: Der Originalkommentar wurde auf Wunsch des Kommentators gekürzt.

  2. […] Vor gut einem Monat hat Burkhard Schneider im best-practice-business-Blog über die best-practice-business-Blog über die Ideenbox von Jiri Scherer berichtet -ein Kreativitätswerkzeug, mit dem Ideen systematisch gefunden, bewertet und umgesetzt werden können. […]

  3. […] Kostenloser Internet-Lehrgang: Kreativitätsworkshop für Gründer Erfolgsformel für Brainstorming 25 Wege, neue Ideen zu finden 101 Wege, Ideen zu generieren Lesetipp: creaffective Blog Ideendatenbank mit 230 TV-Formaten – Referenz für Creative Sessions Online Brainstormen mit BrainR creative sessions box – Neue Ideen aus der Box Neue Ideen mit der Ideenbox generieren Cross-Innovations-Spiel – ein trendgestütztes Brainstorming Das TRIZ-Kartenspiel hilft der Kreaitivität auf den Sprüngen « Ein cleverer Gastronom tauscht die Aschenbecher in Schälchen mit Gummibärchen aus   […]

  4. […] creative sessions box – Neue Ideen aus der Box Mit der Ideenbox viele neue Ideen entwickeln Jugend denkt Zukunft – Neue Ideen von Schüler für Unternehmen Neuer Firmenname in 20 Minuten dank der Kartenumlauftechnik und einem Team Mindmeister – Mindmapping 2.0 BrainR (Update) Mit brainreactions die ganze Welt zum Brainstormen einladen 8 Regeln für ein erfolgreiches Brainstorming Erfolgsformel für Brainstorming « Tschüss Bernd und bis bald   Newcomer (43): openeur-blog » […]

  5. […] Ideenmatrix. Andere nutzen die Krawattenmethode. Wieder andere haben dafür eine Creative- oder Ideenbox. Und wieder andere holen sich die Ideen auf Plattformen wie […]

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