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Ein Hauch von Klinsmann beim TSG Hoffenheim

Bernhard Peters, Peters, Peters, Peters? Wer war das noch mal? Ja, genau der Hockey-Nationaltrainer, den Jürgen Klinsmann unbedingt als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) durchboxen wollte. Der DFB wollte ihn nicht und jetzt will Klinsmann nicht mehr 🙂 Nein, diese Begründung ist etwas zu kurz gegriffen. Aber Bernhard Peters hat jetzt doch eine neue Heimat im Fußball gefunden und zwar beim Fußball-Regionalligisten TSG Hoffenheim. Hoffenheim, Hoffenheim, Hoffenheim? Genau, das ist doch der Club von Dietmar Hopp, dem Gründer von SAP und jetzigen Mulitmilliardär.

Jetzt startet also die zweite Stufe des größten Abenteuers im bezahlten Fußball. Obwohl oder gerade weil der Aufstieg in die 2. Liga verpasst wurde und der Trainer (Lorenz-Günther Köstner) sowie Manager (Karlheinz Förster) die Bühne verließen, wurden jetzt ein namhafter Experte nach dem anderen verpflichtet. Ralf Rangnick konnte für 5 Jahre als Chefcoach verpflichtet werden. Der neue Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus kommt vom Bundesligaklub VfB Stuttgart. Bernhard Peters ist für die Sport- und Jugendförderung zuständig. Und die Fitnesstrainer sowie eine Psychologe sollen auch noch verpflichtet werden.

Nicht nur das Personal ist vom Feinsten. Hopp hat für viele Millionen EUR ein Jugend-Förderzentrum und ein Trainingszentrum gebaut. Viele Bundesligaclubs schauen jetzt schon neidisch zur 3.400 Seelengemeinde Hoffenheim. Zudem soll in Heidelberg bzw. Umgebung ein Stadion für 30.000 Zuschauer für 50 Millionen EUR gebaut werden. Nichts soll dem Zufall überlassen werden. Schon jetzt ist das Finanzbudget fürstlich und viele Sponsoren sind schon erstklassig (SAP, O2, MLP, Union Investment, MVV, Karamalz & Co.). Man kann auch schon eine VIP-Dauerkarte für 1.200 EUR pro Jahr buchen. Vielleicht kann man dafür mal mit Dietmar Hopp anstossen.

Viele Experten träumen schon jetzt davon, dass das Erfolgsmodell Klinsmann in Hoffenheim neu starten wird. Vielleicht schafft es ja auch Hopp noch, Klinsi zu verpflichten. Aber auch ohne Klinsi schauen schon jetzt alle nach Hoffenheim. Genial finde ich, dass Hopp nicht einen Bundesligaclub wie Dortmund gekauft hat, sondern wie ein echter Entrepreneur einen “Dorfclub” zum Bundesligisten machen will. Damit bleibt Hopp seiner Heimat treu. Zudem baut er auf die Jugend, um nicht mit einer Söldnertruppe zu scheitern und viel Lehrgeld zu bezahlen. Nur mit den Dorfpolitikern, die den Stadionbau einfach nicht genehmigen wollen, muss er noch mal ein ernstes Wort reden. Die Frankfurter Stadtpolitiker haben es geschafft, Hopp wieder zu vertreiben, der die Henninger Brauerei gekauft hatte, um ein neues Mekka für die Werbeindustrie aufzubauen.

One Response to Ein Hauch von Klinsmann beim TSG Hoffenheim

  1. amazeman sagt:

    das is aber ne tolle geschichte 😉 mal sehen was das wird – sehr interessant.

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