In Geschäftsidee

Bibliotheken als Ideenläden neu positionieren

Wann waren Sie das letzte Mal in einer öffentlichen Bibliothek? Die meisten haben sich seit ihrer Schulzeit oder Studium nicht mehr dort hin verirrt. In den meisten Städten sind es auch keine attraktiven Begegnungsstätten der Wissensvermittlung, sondern eher bürokratische „Schreckgespenster“.

Dass es auch anders gehen kann, zeigen Beispiele aus England. Hier werden Bibliotheken zu „Ideastores“ umfunktioniert. Man kann sich dort eben nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch an PC Arbeitsplätzen im Internet recherchieren, an Weiterbildungskursen teilnehmen, um z.B. seine Recherchefähigkeiten zu verbessern, die Kinder im hauseigenen Kinderhort abgeben, um ungestört zu lesen oder lernen und im Cafe mit Gleichgesinnten diskutieren und Erfahrungen sowie Wissen austauschen. Wenn das Ganze noch mit einer weltoffenen Architektur kombiniert wird und in interessanten Standorten, wie z.B. Einkaufszentren, angeboten wird, kann es nur ein Erfolg werden.

Die bisher entstandenen vier von sieben geplanten Ideas Stores in den Londoner Stadtteilen Bow, Chrisp Street, Canary Wharf und Whitechapel beweisen, dass das Konzept funktionieren kann. Seitdem es das Angebot dieser Idea Stores gibt, beklagen die Bibliotheken keinen Besucherschwund mehr, sondern einen „Run“ auf diese neuen „Wissensfabriken“.

Der Recherchenblogger macht noch auf einen weiteren Aspekt aufmerksam: „Ein weiterer Punkt des Konzept ist es, dass sich das Angebot dem jeweiligen kulturellen Umfeld anpasst. In Chrisp Street im Stadtteil Poplar, dem früherer Chinatown Londons bietet die Bibliothek auch Belletristik und Fachbücher auf Chinesisch an. Das Idea Store Whitechapel des Archithekten David Adjaye reizt die Besucher durch einen atemberaubenden Blick vom Cafe im 4. Stock auf die Londoner City. Daneben werden für die Besucher zahlreiche Computer- und Sprachkurse, Hausaufgabenhilfe und Unterstützung bei der Stellensuche angeboten. In der Kinderbibliohtek lesen Mitarbeiterinnen Geschichten in Englisch sowie der Muttersprache der ausländischen Kinder vor und fördern so ihre Integration.“

Mehr Infos darüber finden Sie hier:

Gefunden im Recherchen-Blog.

3 Responses to Bibliotheken als Ideenläden neu positionieren

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