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Trend Briefing 09/06: Status Skills

Gestern habe ich in meinem Mail-Postfach das neueste Trend Briefing mit der Überschrift „Status Skills“ erhalten.

Im ersten Teil des Newsletters werden zahlreiche Beispiele aufgezeigt, wie man sein Produkt exklusiv verkaufen kann, indem der Kunde bei der Erstellung des Produktes eingebunden wird, wie z.B. bei der Produktion von Wein (Crushpad Wine) oder Whiskey (Whiskey School). Dadurch schnuppert der Kunde in neue Berufsfelder hinein und empfindet die Kurzausbildung als Erlebnis, für das er nicht direkt, sondern durch den Kauf der Produkte bezahlt, die er selber (zum Teil) erstellt hat. Der Kunde kann anschliessend beim Verschenken der Flaschen damit „prahlen“, dass er die Produkte selber erstellt hat und erhält dadurch im Freundeskreis einen besonderen Status.

Diesen Trend finde ich schon faszinierend. Als kleiner Bub habe ich eine Woche bei der Weinlese geholfen. Unterkunft und Verpflegung waren frei und zudem habe ich zum Schluss noch etwas Handgeld und viele leckere Flaschen vom Weingut erhalten. In diesem Fall habe ich in verschiedener Form eine Entlohnung für meine Arbeit bekommen und musste nichts zahlen. Heute muss man schwer schuften und dafür noch zahlen und dass alles, um einen bestimmten Status in der Gesellschaft zu erhalten. Schon interessant, wie sich die Zeiten verändern 🙂

Im zweiten Teil des Newsletters werden zahlreiche Beispiele beschrieben, wie Hersteller ihren Kunden nach dem Kauf ein besonderes, exklusives Training anbieten. So können z.B. die Käufer von teuren Autos anschliessend meist an einem exklusiven Fahrertraining teilnehmen und somit ihre Fertigkeiten optimieren, mit dem Fahrzeug in schwierigen Fahrsituation umgehen zu können. Der Käufer ein Nikon Kamera kann z.B. in der Nikon-School lernen, mit der Kamera Profibilder zu machen.

Gut an diesem meist engeltlichen Zusatzangeboten ist die Tatsache, dass ich direkt mit meinem gekauften Produkt weitere Fertigkeiten und Fähigkeiten erlernen kann. Jedoch klingen mir die meisten Angebote als nicht besonders exklusiv. Hier kann jeder externe Dienstleistungsanbieter ebenfalls für die jeweilen Käuferzielgruppen ein Angebot erstellen und weg ist der exklusive Flair. Aus meiner Sicht ist noch etwas mehr Kreativität gefordert, um den Kunden wirklich exklusive Angebote zu machen.

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2 Responses to Trend Briefing 09/06: Status Skills

  1. Waas sagt:

    Jetzt warte ich nur noch auf das Buch zum Thema. So etwa:
    „Das Huckleberry Finn-Prinzip.“

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