In Geschäftsidee

Sieben Banken wollen eine neue europäische Wertpapierbörse gründen

Die sieben Banken Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Morgan Stanley und UBS wollen eine neue europäische Handelsplattform für Wertpapiere schaffen und damit z.B. in direkte Konkurrenz mit der Deutschen Börse treten. Ziel sind laut Aussagen der gründungswilligen Banken mehr Wettbewerb und günstigere Handelsgebühren. Die Plattform soll im Jahr 2008 starten. Gelesen im manager-magazin.

Für mich ist solch eine Meldung typisch für das “veraltete Denken” der Old Economy. Nicht das Erobern neuer Märkte durch innovative Ideen steht im Vordergrund o.g. Geschäftsidee, sondern die Kopie eines bestehenden Geschäftsmodells. Die Folge wird ein Preiswettbewerb mit sinkenende Margen sein. Tolle Zukunftsperspektiven.

Da lobe ich mir doch viele eher die neuen Ideen der Start Ups Prosper und Zopa, die mit innovativen Kreditvermittlungsplattformen ganz neue Wege gehen, um Angebot und Nachfrage auf dem bisher nicht transparenten Kreditmarkt für Privatpersonen und Kleinunternehmen zusammen zu führen. Wir haben bereits hier darüber ausführlich berichtet.

Ach übrigens: Vor vielen Jahren habe ich einem Vortrag des damaligen Vorstandsmitgliedes der Dresdner Bank, Leonhard Fischer, beigewohnt. Er hat prophezeit, dass die Konkurrenz der Banken in Zukunft aus ganz anderen Branchen kommen wird. So könnten z.B. Telekommunikationskonzerne in Zukunft Konkurrent in der Zahlungsabwicklung werden, indem z.B. Kunden über kostenpflichtige Telefonnummern Güter bestellen und diese auf der nächsten Rechnung vermerkt werden könnten. Also liebe Telekom, es gibt genug Ideen, um neue Märkte zu erobern. Ran an die Futtertröge!

2 Responses to Sieben Banken wollen eine neue europäische Wertpapierbörse gründen

  1. […] etwa 10 Jahren hatte Leonhard Fischer, damaliges Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, prophezeit, dass die Konkurrenz der Banken in Zukunft aus ganz anderen Branchen kommen würde. Aus seiner […]

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