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railcab – fahrerloses Schienentaxi für Passagiere und Frachten

Warum fahren nicht mehr Menschen mit der Bahn? Weil es einen starren Fahrplan gibt, das Umsteigen meist sehr viel Zeit kostet und zudem sehr unbequem ist. Deshalb steigt man doch wieder ins Auto, um von A nach B zu kommen. Wenn es nach der Vision von Prof. Lückel geht, soll dies bald der Vergangenheit angehören. Er hat quasi ein Schientaxi-Konzept unter der Bezeichnung Railcab entwickelt. Man steigt einfach am Start in eine Fahrzeuggondel und los gehts. Auf den Hauptstrecken fährt man mit den anderen Gondeln in Kolonne. Vorm Ziel dann scheren die einzelnen Wagen wieder aus, während der Verband ungebremst weiterrollt.

Schon im Jahr 2003 wurde in Paderborn eine Teststrecke eröffnet. Wie der Transrapid wird auch das Railcab durch Magnetspulen zwischen den Gleisen, die der Reihe nach unter Strom gesetzt werden, angetrieben. Jedoch hat der Railcab weiterhin Räder und kann damit auf herkömmlichen Schienen entlang fahren. Zudem fährt der Railcab max. 160 km/h. Allerdings kann nur noch auf wenigen Teilstrecken schneller gefahren werden, weshalb hohe Geschwindigkeitnen on the long run nicht viel bringen. Nur neue Weichen braucht der Railcab, damit ein schnelles Ausscheren möglich wird.

Doch seit einiger Zeit gerät das Projekt in´s Stocken. Selbst im railcab-blog wird im November 2006 darauf hingewiesen, dass das Projekt wegen fehlender Finanzmittel in Gefahr ist. Selbst so große Player, wie die Deutsche Bahn und Siemens unterstützen das Projekt nicht. Just zu diesem Zeitpunkt berichtet der Spiegel sehr ausführlich über den railcab und lobt es über den grünen Klee. Dann wollen wir mal hoffen, dass dies eine Initialzündung ist, damit nicht auch noch diese Zukunftstechnologie ins Ausland abwandert und dort vermarktet wird.

2 Responses to railcab – fahrerloses Schienentaxi für Passagiere und Frachten

  1. von Gestern sagt:

    Fahrerloses “Schienentaxi”

    Die Paderborner Schmiede hat zweifellos gute Entwicklungen vorangetrieben.
    Aber die Idee des selbsttätig fahrenden und entscheidenden “Schienentaxis” stammt nicht – wie im Spiegel verbreitet – aus Paderborn sondern aus der Fachhochschule Augsburg, und zwar schon vor 1993 (Anmeldung eines Patents zur Hinderniserkennung für dieses Schienentaxi in 1992 von Prof. Liesenkötter).

    Übereinstimmung herrscht mit der Einschätzung im letzten Abschnitt: wir können nur hoffen, dass Deutschland irgendeinmal aufwacht.
    Siehe auch http://www.m21-portal.de/diskussionen/

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