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New York setzt Crowdsourcing für die Verbrecherjagd ein

Es gibt mittlerweile keine Lebenssituation mehr, die noch nicht mit der Handycamera aufgenommen wurde. Viele eher skurile Videos auf youtube & Co. sind dafür ein Beweis. Gute Geschäfte lässt sich mit den Hobbyfotografen auch machen, wie z.B. das Geschäftsmodell von Scoopt eindrucksvoll beweist. Warum sollten Städte und Kommunen diesen Trend nicht auch aufgreifen. Das hat sich wohl der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg auch gedacht.

Um die Aufklärung von Verbrechung zu beschleunigen und die Aufklärungsquote zu erhöhen, sollen die Bürger in naher Zukunft die Möglichkeit haben, Handyfotos und Videos an die Notrufnummer 911 bzw. über das Internet an die Polizei zu senden. Derzeit wird das dafür nötige System implementiert und anschliessend getestet. Wann es „live“ geht, ist noch nicht bekannt. Sehr wohl haben sich aber auch schon US Staaten über das System informiert und sehr interessiert gezeigt.

Gelesen in newsday via futurezone.

3 Responses to New York setzt Crowdsourcing für die Verbrecherjagd ein

  1. Matias sagt:

    Gute Idee! Aber das ist KEIN Crowdsourcing!
    Bitte nicht Begrifflichkeiten vermischen, die nichts miteinander zu tun haben. Denn hier ist niemand kreativ, sonder schwenkt nur mit seiner Kamera irgendwo rum.
    Beim Crowdsourcing geht es um einen kreativen Prozess.

  2. Ui, über die genaue Abgrenzung der Def. Crowdsourcing macht es wirklich Sinn, zu diskutieren. Ich gebe zu, dass es sich bei mir um einen sehr weite Auslegung des Begriffes Crowdsourcing handelt. Aber ziehen wir mal wikipedia zu Rate:

    „Crowdsourcing ist ein 2006 von Jeff Howe und Mark Robinson (Wired Magazine) geprägter Neologismus. Während Outsourcing Aufgaben und Arbeitsplätze in das Ausland verlagert, setzt Crowdsourcing auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Eine Schar kostenloser oder gering bezahlter Amateure generiert bereitwillig Inhalte, löst diverse Aufgaben und Probleme oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt (vgl. Schwarmintelligenz).“

    Unter dem Stichwort „löst diverse Aufgaben und Probleme“ würde ich o.g. Story einordnen. Für mich ist Crowdsourcing nicht allein ein kreativer Prozess, sondern wenn konkret Aufgaben von beliebigen Dritten übernommen werden. Aber ich lasse mich gerne davon überzeugen, wenn ich hier zu unscharf sein sollte. Lasst uns die Diskussion eröffnen.

  3. Matias sagt:

    Naja. Ich tue mich sowieso extrem schwer mit dem „Schar kostenloser oder gering bezahlter Amateure“.
    Sowas zieht Crowdsourcing immer in ein schlechtes Licht. Das sieht dann arg nach Ausnutzen aus.
    Aber klar: wo sind die Grenzen? Die werden wohl immer fließend sein. Und man sollte es vielleicht auch nicht zu eng sein.
    Ich als Community-Manager einer Kreativcommunity habe da immer zuerst „echte“ Ergebnisse im Kopf. Davon muss ich mich vielleicht trennen.
    Aber ganz bewusst nennen wir es bei uns auf VisualOrgasm auch nicht Crowdsourcing, sondern Communitysourcing, um den Unterschied hervor zu heben.

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