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Hape Etzold tauscht sein TRIZ-Millionenkartenspiel gegen eine Idee für ein Dorf in Mecklenburg-Vorpommern

Hape Etzold berät nicht nur Unternehmen wie Siemens und Toshiba nach der Triz-Methode, sondern hat auch das Triz-Millionenkartenspiel erfunden. Hierbei werden die TRIZ-Innovationsprinzipien in einer für Techniker und Nicht-Techniker absolut verständlichen Form und Sprache auf den einzelnen Karten in Deutsch und Englisch abgebildet und fordern die Anwender im Brainstorming zum kontinuierlichen Wechsel der Denkrichtung heraus. Eine Anleitung zum Spiel finden Sie hier. Das Kartenspiel heisst TRIZ-Millionenspiel, weil durch die Anwendung der TRIZ-Methoder in der Industrie Millionen verdient werden. Das TRIZ Millionenspiel kann hier für 9,50 EUR plus 5 EUR Versandkosten bestellt werden. Für 39,50 EUR zzgl. Versandkosten erhalten sie drei Kartenspiele sowie eine 30-minütige Telefonberatung, in der Ihnen die Verwendung des Kartenspiels erläutert wird.

Jetzt hat Hape Etzold eine clevere Idee entwickelt, um sich und sein Kartenspiel bekannter zu machen. Er bietet einen kostenlosen Download seines Kartenspiels an. Als Gegenleistung erwartet er kein Geld, sondern die „Bezahlung“ mit einer Idee. Konkret sucht er für die 742-Seelen-Gemeinde Hohen Wangelin in Mecklenburg Vorpommern einen „Millionenidee“, die jährlich 40.000 Touristen in das kleine Dorf lockt. Inititator dieses Ideenwettbewerbes ist Michael Nitsche, Inhaber und Vermieter einer Trabbiflotte in diesem kleinen Ort. Ziel ist es, dass durch die vielen neuen Besucher im Ort viele neue Arbeitsplätze entstehen und der Trabbiverleih von Michael Nitsche boomt. Der kostenlose Download von Triz-Millionenspiel gegen die Abgabe einer Geschäftsidee für Hohen Wangelin ist vorerst bis zum 30.Juni 2007 begrenzt.

Vorbild für diesen Ideenwettbewerb ist die Erfolgsstory eines nordschwedischen Dorfes. Anfang der neunziger Jahre gab es im nordschwedischen Jukkasjärvi nur einen Fluss, viel Schnee und Eis, ein paar hundert Einwohner sowie zwei Hundeschlittenführer. Touristen und somit Einnahmemöglichkeiten waren Mangelware. Tatsächlich kamen zwar bereits Touristen nach Jukkasjärvi, leider nur auf der Durchreise in ein weiter entferntes Berg- und Skigebiet. Ohne Aussicht auf eigene Berge und Großkapital zum Investieren mussten die Hundeschlittenführer das Beste aus den gegebenen Mitteln, Eis und Schnee, machen. Der Anstoß zur zündenden und realistischen Idee kam von außen: Studenten einer Tourismusschule, die mit Eis experimentierten und nach japanischen Vorbildern Eisskulpturen errichten, brachten die Hundeschlittenführer auf die entscheidende Idee,das Eishotel. Das erste Eishotel war sofort ein riesiger Erfolg und verdiente genügend Geld für ein noch spektakuläreres Eishotel. Inzwischen werden in dem Eishotel in Jukkasjärvi Hochzeiten gefeiert, 40.000 Touristen kommen laut Wikipedia jährlich nach Jukkasjärvi und haben die Hundeschlittenführer zu Millionären gemacht.

Etzold hat das Beispiel auf seiner Webseite nicht veröffentlicht, um jetzt ein Eishotel in Hohen Wangelin nachzubauen, sondern er will mit diesem passenden Beispiel die Teilnehmer inspirieren. In seinem ersten Ideenposting weist dann Hape darauf hin, dass es Heuhotels schon in der Gegend gibt. Das zweite Ideenposting kommt dann schon von mir und geht in eine andere Richtung. Ich schlage konkret vor, 52 Partnerschaften mit ausländischen Städten einzugehen und Städtewochen zu veranstalten. Weiter schreibe ich dazu: „Die Urlauber und Touristen werden immer anspruchsvoller, wollen in fremde Länder reisen, haben aber immer weniger Zeit und sind auch bequem. Warum holt Hohen Wangelin nicht die große weite Welt zu sich. Dafür sollte Hohe Wangelin 52 Partnerschaften mit Städten oder Dörfern aus der ganzen Welt eingehen. Jede Woche könnten dann passenede Länderwochen dazu veranstaltet werden und die Einwohner der entsprechenden Partnerdörfer eingeladen werden. Somit könnte man in Hohe Wangelin eine Reise um die Welt in einem Jahr antreten, ohne selber verreisen zu müssen.“

Jetzt seid Ihr dran. Welche Ideen habt Ihr konkret, um Hohen Wangelin zu einem Tourismusmagneten und Jobmotor zu machen. Infoquelle: Pressemitteilung Etzold vom 15.5.2007.

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7 Responses to Hape Etzold tauscht sein TRIZ-Millionenkartenspiel gegen eine Idee für ein Dorf in Mecklenburg-Vorpommern

  1. Hape sagt:

    Herzlichen Gückwunsch zu dieser phantastischen und originellen Idee, sozusagen ein G52-Treffen für Hohen Wangelin. Vielen Dank.

  2. Hallo Herr Etzold,

    danke für die Blumen. Es freut mich besonders, dass nach meinem Posting viele gute Ideen in Ihrem Forum eingetragen wurden. Es würde mich freuen, wenn Hohen Wangelin aus dem Dornröschenschlaf erwacht und eine einmalige Erfolgsstory schreiben könnte.

    Denn nicht nur Unternehmen müssen innovativ sein und sich mit einem Alleinstellungsmerkmal positionieren, um langfristig erfolgreich zu werden bzw. zu bleiben.

  3. […] Kostenloser Internet-Lehrgang: Kreativitätsworkshop für Gründer Erfolgsformel für Brainstorming 25 Wege, neue Ideen zu finden 101 Wege, Ideen zu generieren Lesetipp: creaffective Blog Ideendatenbank mit 230 TV-Formaten – Referenz für Creative Sessions Online Brainstormen mit BrainR creative sessions box – Neue Ideen aus der Box Neue Ideen mit der Ideenbox generieren Cross-Innovations-Spiel – ein trendgestütztes Brainstorming Das TRIZ-Kartenspiel hilft der Kreaitivität auf den Sprüngen « Ein cleverer Gastronom tauscht die Aschenbecher in Schälchen mit Gummibärchen aus   Spigit – die Unterstützungsplattform für Menschen mit Business-Ideen » […]

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