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Chance für findige Unternehmer: Golf spielen zu erschwinglichen Preisen

In zahlreichen Ländern ist Golf ein Massensport. Das liegt u.a. daran, dass man dort zu erschwinglichen Preisen Golf spielen und man schon in der Schule Golf lernen kann. Hier in Deutschland dagegen ist Golf vorwiegend noch ein Society-Event mit Business-Networking-Charakter. Man will gerne unter sich bleiben. Das ist auch meist kein Problem, da sich Aufnahmegebühren und jährliche Mitgliedsgebühren „gewaschen“ haben. Wie fast in jedem Business kommen auch in der Golfbranche geschäftstüchtige Menschen auf die Idee, das Angebot unter Preisaspekten „von unten aufzurollen“.

  • International Golf Community (IGC) – Virtuelle Vereinsmitgliedschaft für mehr als 100 Golfanlagen
    Vor sechs Jahren hatten Peter Willems und Ralf Ley die Idee, einen virtuellen Golfclub zu gründen, sprich eine ortsunabhängige Golfmitgliedschaft anzubieten. Für einen Beitrag in Höhe von 80 Euro im Monat können heute die Mitglieder von IGS auf über 100 Golfanlagen einputten, ohne dafür die sonst übliche Tagesgebühr (Greenfee) zu zahlen. Die extrem teure Aufnahmegebühr von Golfclubs (oft 10 000 Euro und mehr) sowie jährliche Mitgliedsbeiträge entfallen. IGC erkauft sich das Spielrecht seiner Mitglieder auf den Partneranlagen gegen einen festen Jahresbeitrag. Gerade junge Golfclubs (die noch nicht voll ausgelastet sind) und Clubs mit Nachwuchsproblemen werden gerne Partner von ICG. Die eher elitären und voll ausgebuchten Golfclubs sind nicht dabei. Gelesen bei kölner stadtanzeiger.
  • Golfen mitten in der Rennbahn
    Ursprünglich unter dem Markenname Paragon entstand die Idee, in der Mitte von Rennbahnen in Deutschland Golfplätze anzulegen. Dafür reicht allerdings der Platz nur für ein 9-Loch-Golfplatz und eine Driving-Rang und Putten-Übungsanlage sowie einem Restaurant und Golfshop. Das Ganze hat aber auch viele Vorteile. So liegen die Golfplätze immer nahe des Stadtzentrums, weshalb eine lange Anfahrt entfällt. Zudem muss man für eine 9-Loch-Runde auch nur ca. 2 – 2,5 Stunden investieren. Dazu sind die Mitgliedsgebühren mit z.B. 45 EUR pro Monat in München mehr als erschwinglich. Weiterhin herrscht meist eine lockere und jugendliche Atmosphäre in der Luft. Nicht Snobismus, sondern der Spaß am Golfsport liegt hier im Vordergrund.
  • 3-D-Golfsimulation statt real-life-experience
    Noch mutet die Idee etwas befremdlich an, nicht auf der grünen Wiese sondern im Simulator Golf zu spielen. Aber gerade der Generation Y geht es mehr um den Fun bei der Sportart, als dem elitären Eliment. Wenn es auch Golfsimulatoren schon seit mehr als 20 Jahren gibt, sind jetzt erst Bildqualität und Preis so interessant, dass sich immer mehr Golfspieler mit dieser Alternative beschäftigen. Der Vorteil ist, dass man auf den berühmtesten Golfplätzen der Welt spielen kann (bzw. es simulieren kann), ohne lange hinfliegen und viel Geld ausgeben zu müssen.

Diese o.g. Beispiele können Ihnen eine Denkhilfe sein, um auch Ideen für andere Segmente zu entwickeln. Können Sie z.B. durch Aufbau eines virtuellen Clubs ein bisheriges Angebot deutlich günstiger gestalten? Können Sie neue Locations nutzen oder mitnutzen und dadurch die Nutzungsgebühren deutliche senken? Können Sie Angebote zu günstigen Konditionen simulieren und dadurch vielleicht für ganz neue Zielgruppen attraktiv und bezahlbar machen?

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