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Gründen mit Komponenten: Projektwerkstatt hilft

In der letzten Woche hat Prof. Faltin eines seiner eigenen Unternehmen vorgestellt, die Projektwerkstatt GmbH. Interviewt hat er den Geschäftsführer, Thomas Räuchle. Für die Teekampagne übernimmt die Firma alles rund um Buchhaltung und Versand. Angeteasert wurde der Videobeitrag wie folgt: „Der Gründer als Alleskönner sollte längst passé sein. So viele Arbeitsschritte wie möglich an Profis abzugeben erleichtert das Gründen. Nicht alles selbst machen ist wichtig, um junge Gründer nicht in der Administration und der Routine versinken zu lassen. Vor allem Online-Shops profitieren von automatisierten Abläufen. Im Labor für Entrepreneurship stellt die Projektwerkstatt vor, welche Komponenten sie Gründern abnimmt, welche Kosten dabei entstehen und welche Sicherheiten damit garantiert sind.“

Konkret übernimmt die Projektwerkstatt die Buchhaltung, Archivierung, Lagerhaltung, Verpacken, Versenden (inkl. Portokosten). Die Einrichtungspauschale liegt bei 500 EUR. Pro Auftrag werden 8 EUR verlangt incl. Portokosten, Buchhaltung, Retourenmanagement. Nachdem die Projektwerkstatt schon mit zahlreichen Firmen der „Faltin-Gruppe“ „üben konnte, will man jetzt auch Fremdkunden glücklich machen. Wesentliche Vorteile der Dienstleistung sind, dass man keine Investitionskosten hat, sich nicht mit lästiger Alltagsarbeit abmühen muss und auch keine Skalierungsprobleme hat. Zielgruppe der Dienstleistung sind insbesondere Onlineversender.

Interessant an dem o.g. Ansatz ist, dass dem Gründer schon ab Start geholfen werden soll, von möglichst viel Alltagsarbeit befreit zu werden, damit er in Zukunft mehr am als im Unternehmen arbeiten kann. Das erhöht meist nicht nur die Gewinne des Unternehmens, sondern sorgt auch dafür, dass der Unternehmer weiter Spass hat und motivierter ist. Ich persönlich kenne zahlreiche Unternehmer, die nach einem halben Jahr vor lauter Bürokratie und Alltagsarbeit zermürbt sind. Und warum sollte man erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße über die Auslagerung bestimmter Dienstleistungen nachden. Aus meiner Sicht kann man das nicht früh genug machen. Deshalb finde ich die Dienstleistung der Projektwerkstatt so hilfreich, ohne speziell dafür Werbung machen zu wollen. Wer selber vergleichbare Leistungen anbietet, kann das gerne im Kommentarfeld mit enstprechender Verlinkung angeben. Werbung soll diesmal im Kommentarbereich ausdrücklich erlaubt sein.

Wer selber einen vergleichbaren Service bereits anbietet oder in Zukunft anbieten will, der sollte sich schnell über Spezialisierung Gedanken machen. Denn ansonsten kann man schnell in eine Preisfalle hineinlaufen. Ein gutes Beispiel dafür ist aus meiner Sicht die GastroFib AG, die sich darauf spezialisiert hat, die Buchhaltung der Gastronomen zu übernehmen. Besonders die Lieferanten schätzen diese Arbeit durch einen externen Partner, weil dadurch in der Regel die Zahlungszuverlässigkeit der Gastronomen ansteigt. Neben der Spezialisierung ist auch eine Kooperatonsstrategie unerlässlich. Viele Steuerberater haben heute eher ein offenes Ohr, wenn man eine Leistung anbietet, die ihre Leistung sinnvoll ergänzt.

P.S.: Heute findet wieder ein Treffen im Labor für Entrepreneurship mit dem Thema: “Warum wir in Deutschland keine “Kultur des Unternehmerischen‹ haben‹ … statt. Zu Gast ist Hans-Wolff Graf, der 1985 die Finanz- und Vermögensberatung „efv-AG“ gründete. Das Unternehmen arbeitet ausschließlich mit selbständigen Partnern, d.h. Beratung, Sekretariat, Rechnungswesen etc. sind Selbständige mit angemeldetem Gewerbe.

3 Responses to Gründen mit Komponenten: Projektwerkstatt hilft

  1. Gruenden sagt:

    Insbesondere der Hinweis auf Gastrofib hat mir geholfen.

  2. […] „Gründen mit Komponenten“ ist das Stichwort und Faltin´s Gebot des innovativen Gründens (nachzulesen in „Kopf schlägt Kapital“). Dabei dienen die drei Hauptkomponenten Kundennutzen, Wertschöpfungskette und Ertragsmodell. […]

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