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fellowforce.com – Innocentive & Co. bekommen Konkurrenz aus Holland

Jetzt wurde auch in Europa, genauer gesagt in Holland, einen Open Innovation Plattform unter dem Namen Fellowforce gestartet. Wie der Name schon verrät, ist hier Englisch die Korrespondenzsprache. Anders als bei Innocentive, können hier Firmen zu allen Fragestellungen des Unternehmens Problemlösungen einholen, also nicht nur zu den Themen Forschung und Entwicklung, sondern auch zu den Themen Strategie, IT, Design, Finanzierung, Personal, Marketing und Vertrieb. Weiterhin können nicht nur Professionells sondern auch Consumer an bestimmten Auschreibungen teilnehmen.

Welche Möglichkeiten habe ich ich jetzt als Ideengeber konkret, mich innerhalb dieser Plattform zu engagieren? Die erste Möglichkeit besteht darin, im Challengeboard nach aktuellen Ausschreibungen zu suchen. Derzeit sind 7 Anfragen eingestellt. Aktuell sucht z.B. das Citizen Reporter Portal SKOEPS in der Kategorie „Marketing“ und der Subkategorie „Marketing Strategie“ nach Ideen ausschliesslich von Professionells, 45.000 Freizeitreporter zu akquirieren. Der Einsendeschluss ist der 12 Juli. Für die drei besten Ideen erhalten die Proffessionells jeweils 250 EUR. All diese Kritierien für die Ausschreibungen im Challengeboard können von der ausschreibenden Firma frei gewählt werden. Wenn man nähere Informationen über das Projekt erhalten will oder mit pitchen will, muss man sich vorher bei Fellowforce anmelden. Die Teilnahme ist für die Ideengeber kostenlos. Sie erhalten auch 100 % der ausgelobten Prämien. Fellowforce erhält sein Geld durch eine Eintstellgebühr des Ideensuchenden.

Eine weitere Möglichkeit besteht in den Narrowcasted challenges. Diese Ausschreibungen werden nicht auf der Webseite gepostet. Vielmehr kann die ideensuchende Firma konkret die Teilnehmer anschreiben, deren Profil zur gesuchten Problemlösung passt. Dafür muss ich mich zuerst als Teilnehmer kostenfrei bei fellowforce anmelden und mein Profil ausfüllen. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass ich mit einer Idee für ein bestimmtes Unternehmen an fellowforce herantrete, die diese Idee an die ensprechende Firma weiterleiten, wenn diese Firma ebenfalls die Terms & Conditions von fellowforce akzeptiert hat. Ich versichere in diesem Fall als Ideengeber, Urheber der Idee zu sein und dass ich bereit bin, die Idee exklusiv an die bestimmte Firma zu verkaufen. Ich erhalte dafür mindestens 1.000 EUR. Der Rest ist Verhandlungssache.

Gut gefällt mir an fellowforce, dass die einzelnen Möglichkeiten der Beteiligung auf der Unterseite first time here anschaulich und leicht verständlich in wenigen Worten erklärt wird. Sehr mutig finde ich, dass fellowforce gleich mit so einem breiten Ansatz in den Markt einsteigt, also alle Probleme im Unternehmen durch die Vermittlung von externem know how lösen will und dabei sowohl Professionells als auch Customers einbinden will. Durch diesen Ansatz verbaut sich fellowforce Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Open Innovation und Crowdsourccing-Plattformen. Denn wer will denn mit jemanden kooperieren, der mir direkt Konkurrenz machen kann. Ich bin gespannt, ob diese „Alles-oder-Nichts“-Strategie aufgehen wird oder ob es mit der Zeit eine Repositionierung geben wird.

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3 Responses to fellowforce.com – Innocentive & Co. bekommen Konkurrenz aus Holland

  1. […] Spigit – die Unterstützungsplattform für Menschen mit Business-Ideen CrowdSpirit – Electronic Products Crowdsourcing fellowforce – Open Innovation Plattform aus Holland Innocentive – Die Ideenbörse Kiva.org – Webplattform für Mikrodarlehen Social Lending Plattform smava ist online MyFootballClub – Fans kaufen einen Fußballclub […]

  2. […] Interessant finde ich, dass Marcus Berthold auf meine Frage nach Wettbewerbern nur einen direkten Konkurrenten genannt hat: fellowforce.com. Wir haben über diese holländische Ideenplattform hier im Blog berichtet. Als indirekte Wettbewerber (weil unterschiedliches Geschäftsmodell) nennt Berthold folgende Plattforme: brainr.de, bonspin.de, openinnovation.ch und crowdspirit.com. […]

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