In Geschäftsidee

Investoren und Blogger „verschenken“ Geschäftsideen

Gute Geschäftsideen scheinen derzeit keinen Engpass darzustellen. So haben z.B. schon im letzten Jahr zahlreiche amerikanische VC-Manager Geschäftsideen in einem Business Week Special veröffentlicht, in die sie investieren würden (siehe mein Blogbeitrag). Jens Kunath, ein junger Business Angel und Blogger, hat vor einigen Monaten in einem Blogposting mitgeteilt, dass er allein drei Geschäftsideen in seiner Schublade hätte, die er nicht selber umsetzen könnte, gerne aber darin investieren würde. Der pixelsbi-Blogger Sebastian Küpers will seine Start-Up Idee „zimmr“, eine Zimmer-Tausch-Plattform, verschenken. Und der Media-Blogger Dr. Frank Huber präsentiert ganz offen seine „Milliarden-Idee“, eine Video-Shopping-Plattform.

Warum sind so viele Unternehmer, Investoren und Blogger so offen im Umgang mit solchen Ideen? Weil diese Ideen meist gar nicht so geheim sind, wie das viele Jungunternehmer glauben. Wer aufmerksam die Medien- und Business-Welt beobachtet, findet sehr schnell viele neue Ideen und Chancen. Nur dann, wenn man die Idee erfolgreich mit einem guten Team umsetzt, die nötige Finanzierung erhält und auch möglichst nachhaltige Markteintrittsbarrieren aufbaut, kann man auch langfristig auf der „Überholspur fahren“. Zudem ist es ganz gefährlich, einfach nur eine Idee zu übernehmen. Als Unternehmer kann man nur „brennen“, wenn man der Idee seinen eigenen Stempel aufdrückt und mit Begeisterung die Idee voranbringt.

Aus o.g. Gründen präsentiere auch ich in meiner Rubrik „Eigene Geschäftsideen“ immer wieder Geschäfsideen, die auf eigenen Gehirnschmalz beruhen. Gerne kann sich jeder dieser Ideen bedienen, sonst würde ich sie ja nicht so offen präsentieren. Natürlich freue ich mich, wenn man mich im Rahmen der Konzeptphase kontaktiert. Genau das ist mir mal wieder vor einigen Tagen passiert. Leider hat ein kurzfristig vereinbartes Treffen dann nicht geklappt, aber im Kontakt per Telefon, Mail etc. bleiben wir. Denn wenn wir schon nicht am Start Up beteiligt werden, was auch nicht das Ziel der Veröffentlichung solch einer Idee ist, so freuen wir uns doch, die Startphase begleiten zu dürfen. Das Leben besteht auch hier aus Geben und Nehmen.

2 Responses to Investoren und Blogger „verschenken“ Geschäftsideen

  1. Das Leben besteht auch hier aus Geben und Nehmen. Das finde ich eine gute Einstellung – Danke für den Beitrag. Wie sage ich immer: einer Idee ist es egal, wer sie gehabt hat. Auf die Umsetzung kommt es an.
    Und wenn ich mal als „Vater des Video Shopping“ in die Web-Geschichte eingehe, dann freuts mich :-)…
    Ich helfe natürlich dann auch gerne beim Business Development mit.

  2. […] Immer mehr Menschen verschenken ihre Ideen. Der deutsche Best-Practice-Blog listet in seiner heutigen Ausgabe gleich vier Beispiele auf. […]

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