In Geschäftsidee, Idee - Web, V - Second Life

Barbie wandelt auf den Spuren von Webkinz

Anlässlich des 1.000. Postings in der Kategorie „Geschäftsidee“ habe ich meine persönlichen Top 25 Geschäftsideen präsentiert. Die Nr. 1 war webkinz. Wir haben im Februar hier im Blog über diese geniale Idee berichtet: Die kanadische Firma Ganz hat die Verkaufszahlen ihrer Plüschtiere quasi explodieren lassen, indem sie die virtuelle Welt Webkinz gestartet hat. Jeder, der ein Webkinz-Plüschtier erwirbt, kann es in der virtuellen Welt anmelden, damit es dort ein 2. virtuelles Leben führen kann. Nachdem man sein Plüschtier bei Webkinz angemeldet und eine virtuelle Wohnung eingerichtet hat, erfährt man regelmäßig, ob es dem Tier gut geht oder ob es hunger hat oder krank ist. Damit handelt es sich bei Webkinz um eine geniale Kombination von Second Life und Tamagochi.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein anderer Hersteller von Plüschtieren und Puppen diese Idee kopieren würde. Keine geringere Firma als Mattel, die die Barbie-Puppen herstellt, hat jetzt vor kurzem auch eine virtuelle Welt unter der Bezeichnung barbiegirls errichtet, die sich derzeit noch in der Beta-Phase befindet. Um alle Features der Webseite nutzen zu können, muss man seine Barbie Puppe per USB-Kabel an den PC anschliessen. Dann kann man wie bei Webkinz die virtuelle Wohnung für Barbie einrichten und mit anderen Mitgliedern der Community chatten. Natürlich gibt es auch hier eine eigene Währung, so dass durch diese virtuelle Welt ebenfalls Zusatzeinnahmen generiert werden können.

Dass die neue virtuelle Welt von Mattel wie eine Bombe einschlägt, ist zwar kein Wunder, aber in dieser Dimension schon der „Hammer“: Wie ich in Techcrunch (via existenz24-blog) lese, haben sich in den letzten 60 Tagen 3.000.000 User registriert und täglich kommen 50.000 neue User dazu. Damit hat wohl Mattel in Kürze die Firma Ganz mit ihrer virtuellen Welt hinsichtlich der Nutzerzahlen überholt. Und wenn das so weiter geht, dann wird auch Second Life bald ganz blass aussehen. Wie schon die virtuelle Welt „Habbo Hotels“ zeigt, laufen virtuelle Welten für Kinder wie „geschnitten Brot“ und haben mehr Mitglieder als Second Life.

Welche Erkenntnisse können daraus Betreiber von anderen virtuellen Welten, wie z.B. Linden Lab, ziehen? Es macht Sinn, mit Herstellen von Massenkonsumartikeln zu kooperien, um in kürzester Zeit ein hohes Mitgliederwachstum zu generieren. Dabei kommt es auch nicht immer darauf an, die beste 3D Graphik zu bieten, sondern ein gut funktionierende Chat-Community zu errichten. Weniger ist hier manchmal mehr. Jedoch handelt es sich bisher bei allen diesen virtuellen Welt um geschlossene Communities. Die User werden es bald satt haben, sich überall neu anzumelden. Deshalb werden natürlich die 3 D Communities, die die User in möglichst jungen Jahren „einfangen“, sehr gute Chancen haben, langfristig stabil zu wachsen. Ansonsten wird es wichtig sein, Schnittstellen zu den anderen Communities herzustellen, um nicht auf ewig isoliert zu sein. Das funktioniert in Internetwelten eben nicht.

2 Responses to Barbie wandelt auf den Spuren von Webkinz

  1. Walter sagt:

    Barbi ist in die Jahre gekommen, aber immer noch in.

  2. Spielzeug sagt:

    Diese Art von Barbie ist natürlich eine sagenhafte Idee, nur Schade das die Idee kopiert wurde.
    An sich ist die Idee natürlich sehr gut, auf diesen Zug springen mit Sicherheit nicht nur die Kinder, die schon im Internet agieren dürfen, sondern auch Erwachsene. Denn die Welt im Netz ist riesig und ein Plus für viele ist natürlich die Anonymität. So kann man als virtuelle Barbiepuppe seinen Nachmittag verbringen.

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