In Crowdfunding, Finanzen, Geschäftsidee, Idee - Gastro

Mit der essbaren Aktie wurde die Anschubfinanzierung vom Slow Imbiss in Berlin realisiert

Gastronomen haben es nicht leicht. Sie erwartet meist eine 80 Stunden Woche, verdienen durchschnittlich nur 5 EUR pro Stunde (richtig, das liegt unter dem gesetzlichen Mindestlohn, aber Unternehmer dürfen sich ja selbst ausbeuten :-)) und scheitern in den ersten drei Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 66 %. Und jetzt ist es auch noch fast unmöglich geworden, von Banken eine Startfinanzierung zu erhalten. Andere Geldgeber, wie z.B. Bierbrauereien, finanzieren immer seltener das Mobiliar. Was tun?

Das hat sich auch Hans-Georg Schmid gefragt, der in diesem Jahr seinen Slow-Imbiss in der Prenzlauer Allee in Berlin eröffnen wollte. Das nötige Kleingeld für Umbau und Innenausstattung fehlte leider noch zum Glück. Not macht allerdings erfinderisch und so hat Hans-Georg Schmidt die „essbare Aktie“ erfunden. Konkret konnten seine Kunden in Form einer Vorauszahlung einen Anrechtsschein auf einen bestimmten Gegenwert von Speisen beim Slow Imbiss erwerben. Folgendes Berechnungsmodell lag seinem Angebot zu Grunde:

Da Hans Georg-Schmid u.a. mit seinen Kochkursen bisher sein Geld verdient hatte, hatte er schon einen kleinen aber feinen Kundenstamm aufbauen können. Im Rahmen einer Vorgründungsparty lud Schmid seine Kunden ein und präsentierte ihnen in die Idee der essbaren Aktie. An diesem Abend konnte er 4.300 EUR einnehmen, was der Startschuss für den Umbau seines Imbisses bedeutete. Seit dem 17. November ist der Slow Imbiss nun offen. Mehr Infos dazu findet ihr im Blog und dem dazu passenden Flyer.

Mittlerweile habe ich ja schon über sehr viele Crowdfunding-Beispiele hier im Blog berichtet. Es fällt mir allerdings auf, dass gerade die Berliner Unternehmer besonders kreativ in diesem Bereich sind. So habe ich im Januar 2006 hier im Blog über die Berliner Gänseaktie berichtet. Die Idee dahinter ist sehr ähnlich die der „essbaren Aktie“, nur einige Nummern kleiner. Mal schau´n, über welche Crowdfunding-Idee ich als nächstes berichten kann. Über o.g. Idee bin übrigens durch einen Sat 1. Fernsehbericht aufmerksam geworden.

One Response to Mit der essbaren Aktie wurde die Anschubfinanzierung vom Slow Imbiss in Berlin realisiert

  1. […] für Alpbauern: Kühe vermieten Barack Obama – Der König des Crowdfundings Die essbare Aktie als Vorfinanzierungsinstrument für eine Gastronomiegründung Neues Crowdfunding-Projekt in der Musikszene: Angelika-Aktie Celerity – erstes […]

Schreibe einen Kommentar