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Immer mehr Gastronomen lassen sich vom Shop-in-Shop-Konzept inspirieren

Was machen junge Unternehmer, die ein professionelles Büro brauchen, allerdings die hohen Fixkosten scheuen? Sie mieten sich in einem Bürocenter oder einer Bürogemeinschaft ein. Was machen immer mehr Einzelhändler in der Gründungsphase? Richtig! Sie mieten sich als Shop in einen anderen großen Shop ein. Der Vorteil ist nicht nur, dass man sich die Gemeinflächen mit den anderen Shop-in-Shop-Mietern teilen kann, sondern dass man sich auch die Kunden „teilen“ kann. Damit ist ein fliegender Start zu überschaubaren Fixkosten möglich.

Und warum sollte man dieses „Flächensharing-Modell“ nicht auch in ganz anderen Branchen anwenden? Das denken sich wohl auch immer mehr Gastronomen. Gerne liste ich hier einige mögliche „Sparvarianten“ auf. Passende Beispiele gibt es bei Iconculture.

  • Eine sehr beliebte Möglichkeit von Kneipen besteht darin, Essen aus einem benachbarten Restaurant anzubieten. Dafür braucht man keine eigene Küche und Personal und kann trotzdem warmes Essen anbieten. So eine Lösung bietet sich insbesondere auch für Pop-Up-Restaurants an.
  • Aber warum sollte man sich nicht in eine Küche eines benachbarten Restaurants als Untermieter einmieten. In diesem Fall braucht man sein eigenes Personal, benötigt aber keine eigene Küche, die mit hohen Investitionen verbunden ist und häufig nicht stark ausgelastet ist.
  • Wer kleiner anfangen will, der mietet sich einfach für einen Tag in der Woche in ein anderes Restaurant ein. So kann man gerade in der heutigen Wirtschaftskrise ohne hohe Fixkosten klein anfangen. Der Vermieter erhält Zusatzeinnahmen und kann für seine Location an den anderen Tagen der Woche Werbung machen.

In besonderen Zeiten sind eben besondere Idee gefragt. Daraus können sich sehr wohl nachhaltige Trends entwickeln. Ich würde mich nicht wundern, wenn es bald mehrere Restaurants gibt, in denen an jedem Tag ein anderer Gastronom seine Spezialitäten anbietet. Das wäre quasi ein „Gastronomie-Incubator“. Vielleicht ergreift ja ein Restaurantinhaber diese Idee, wenn er keinen Nachfolger findet, jedoch nicht sein Personal auf die Straße setzen will. Genial wäre so ein Modell auch für Inneneinrichter von Gastronomiebetreiben quasi als Showrestaurant.

7 Responses to Immer mehr Gastronomen lassen sich vom Shop-in-Shop-Konzept inspirieren

  1. Frank Hamm sagt:

    Das erinnert mich an eine Fernsehwerbung die es mal gab, da wechselte innerhalb des Tages mehrfach die Ladenausstattung und die Branche.

    Ich kann mich aber gerade beim besten Willen nicht mehr erinnern von wem und für was die Werbung war.

    Weiss das noch jemand?

  2. Hallo Frank,

    das ist tatsächlich einer meiner Lieblingswerbespot. Er ist von Zürich Versicherung. Unter http://www.best-practice-business.de/blog/?p=1301 habe ich darüber berichtet.

    Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, hat ein Gastronom eine fast vergleichbare Idee aus dem Werbespot in Bayreuth umgesetzt und ist damit gescheitert. Das lag aber wohl nicht an der Idee.

    Gruss

    Burkhard Schneider

  3. christoph sagt:

    In Bayreuth, wie hieß er und was war sein Geschäftsmodell?

  4. […] und Keksbäckerei “Keksbank‹ gibt es auch Jobberatung Das All-Inclusive-Hotel in Singapore Der Flächensharing-Trend erfasst auch die Gastro-Szene Caravan-Park auf dem Grand Daddy Hoteldach in Kapstadt PRINSESSAN – die erste Desserterie […]

  5. […] Küche zum Kochen besitzen. Über zahlreiche andere Lösungen habe ich im März unter dem Titel “Immer mehr Gastronomen lassen sich vom Shop-in-Shop-Konzept inspirieren” […]

  6. Rossio sagt:

    Aus eigener Erfahrung weiss ich dass es sehr schwer ist beisp. professionelle Küchen für einen begrenzten Zeitraum zu mieten.
    In den USA wurden bereits Unternehmen gegründet, die Profiküchen auch stundenweise vermieten.
    http://kitchenchicago.com/

  7. […] Lernphase durchmachen, bevor man weiß, was wo wie funktioniert. Geht das auch anders? Konzepte wie “Restaurant im Restaurant”, “Pop up Restaurant”, “Prosumer Restaurants” oder “OpenSource […]

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