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Wie Studenten mit dem Finanzkrisenquartett einen Stich nach dem anderen landen

Dass man mit Quartetten gutes Geld verdienen kann, haben Ole Boyken und Thorsten Kucklick mit ihrem Kulturquartettverlag und meinkartenspiel.de bewiesen. Vielleicht haben sich davon auch Julia Löffler (Studentin der Germanistik) , Dorothée Zombronner (Studentin der Archäologie), Arndt Leininger (Student der Politikwissenschaft) und Fabian Renk (Student der Wirtschaftswissenschaften) inspirieren lassen, als sie im Rahmen des diesjährigen Funpreneur-Wettbewerbs an der Freien Universität Berlin zu einer GbR zusammengeschlossen und das Kartenspiel zur derzeitigen Finanzkrise entwickelt haben.

Nicolas Schöneich hat sich im Rahmen eines FTD-Artikels die Spielregeln näher angeschaut: “Das 32-Karten-Quartett lässt sich traditionell spielen mit wechselseitigem Ziehen, bis ein Spieler etwa alle Firmen aus Gruppe E – die Versicherer AIG, Allianz, Swiss Re und Münchener Rück – zusammenhat und ablegt. Unterhaltsamer aber ist das Supertrumpfspiel: Reihum lesen die Spieler eine der fünf Angaben etwa zur Höhe der erhaltenen Hilfen oder dem Verfall des Aktienkurses vor. In der makabren Variante gewinnen die höchsten Werte. So lässt sich selbst mit den 102 Mrd. Euro Staatsgeld für die Hypo Real Estate noch einen Stich holen.”

Es gibt auch eine familienfreundliche Variante, in der derjenige gewinnt, der wirtschaftlich am besten dasteht, denn es gibt auch die Kategorie “Helden”. Dazu gehört z.B. die GLS-Bank, die gut durch die Krise gekommen ist und sogar Mitarbeiter einstellt. Die anderen Kategorien sind “Immobilienbanken”, “Investmentbanken”, “Banken”, “Staatsbanken”, “Versicherungen”, “Autokonzerne” und “Traditionsunternehmen”. Ein Quartett kostet 8 EUR zzgl. Versandkosten.

Es müssen schon viele Verkaufsstellen und Großkunden gefunden werden, um aus dem Quartett ein Topseller zu machen. Aber vielleicht entdecken ja linke Parteien dieses Quartett als Wahlkampf-Werbematerial. Ab einer Auflage von 200 Stück kann auf der Rückseite das Logo des Bestellers abgedruckt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass es bald ein “Heldenquartett” gibt, um mit guten Beispielen zu “punkten”.

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