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Warum es sich für Hausverkäufer lohnen kann, ihr Haus zu stylen

Im November 2006 habe ich hier im Blog die Geschäftsidee „Rent a Garden“ vorgestellt. Zum Schluss habe ich erläutert, dass als Kunden für dieses Angebot auch Hausbesitzer in Frage kommen, die ihr Schmuckstück verschönern wollen, um einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen zu können. In diesem Zusammenhang sprechen die Angelsachsen von „Home Staging“. Logisch, dass dieser Trend auch längst Deutschland erreicht hat.

Marion Meyer-Radtke hat in einem aktuellen Welt-Online-Artikel die Home-Staging-Angebote in Deutschland näher angeschaut und den Kern der Tätigkeit wie folgt herausgearbeitet: „Ziel beim Home Staging ist es, Haus oder Wohnung vor einem Besichtigungstermin oder Fototermin zwar geschmackvoll, aber möglichst neutral zu gestalten, sodass sich jeder Betrachter darin wiederfinden kann.“ Sabine Theis, die am Jahresanfang die Agentur Immobilien-Styling in Bad Homburg gegründet hat, ergänzt: „Damit grenzen wir uns ganz klar von Inneneinrichtern und Designern ab“.

Die Arbeit kann sich bezahlt machen: „Ein bis zu 15 Prozent höherer Verkaufspreis und ein doppelt so schneller Verkauf ließen sich durch Home Staging erzielen, heißt es bei den Agenturen. Makler können zwar diese Zahlen nicht bestätigen, aber durchaus die Tendenz.“ Gemessen am Wert dieser Leistung sind die Kosten überschaubar: Sabine Theis verlangt für die Analyse der Ist-Situation sowie Erstellung eines detaillierten Maßnahmenkataloges für ein Haus bis 200 qm einmalig 325 EUR. Wenn sie bei der Umsetzung mithelfen soll, verlangt Sie 65 EUR pro Stunde. Für ein rund 200m² großes Objekt fallen für die Umsetzung durchschnittlich 10 bis 25 Stunden an.

Am Beispiel des härtesten Falles von Britta Möglin und Jutta Daumann, die seit 2007 die Berliner Agentur Home Staging leiten, beschreibt Marion Meyer-Radtke die wertsteigernde Arbeit: „Ein Reihenhaus mit Wasserlage in Berlin – teuer durch den Seezugang, aber wenig nachgefragt wegen der beengten Nachbarschaft und des 80er-Jahre-Interieurs. Zwei Jahre versuchten die Besitzer vergeblich, ihr Haus zu verkaufen. Möglin und Daumann nahmen es zwei Monate vom Markt, möbelten es auf, entwickelten eine Verkaufsbroschüre mit Umgebungsanalyse, identifizierten Segelsportler als Zielgruppe – und verkauften es binnen vier Monaten.“

An diesen Beispielen kann man erkennen, wie groß die Bandbreite der „Immobilienaufhübscher“ ist. Wie wirkungsvoll die Arbeit ist, zeigen die Vorher-Nachher-Beispiele von Kirsten Schildt & Madeleine von Beckerath, die als Pioniere des Home Stagings in Deutschland gelten. Die passenden Kunden können schnell ausfindig gemacht werden. Entweder surft man in den einschlägigen Immobilienportalen nach Objekten, die schon lange auf dem Markt sind und duch wenig vorteilhafte Fotos auffallen oder man schliesst Kooperationspartnerschaften mit Maklern, die diese Servicearbeiten gerne auslagern.

One Response to Warum es sich für Hausverkäufer lohnen kann, ihr Haus zu stylen

  1. […] für Wohnzwecke spezialisiert PersonalTrainerin positioniert sich mit Brooklyn Bridge Boot Camp HouseStaging: Immobilien stylen, um höhere Verkaufspreise zu erzielen Crazy Geschäftsidee: […]

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