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Warum der Onlineversender Eis.de viele Rekorde bricht

Ich fragte mal einen Privatinvestor vor mehr als 20 Jahren, in welcher Branche er auf jeden Fall Unternehmensbeteiligungen eingehen würde. Die Antwort: In der Erotikbranche kann man schnell und sicher sehr viel Geld verdienen. Viele Jahre später lernte ich dann einen Investor kennen, der tatsächlich an einem Online-Erotik-Content-Anbieter beteiligt war und nicht nur von den Renditen schwärmte. Vielmehr mussten sie keine Zahlungsausfälle verbuchen, weil es keiner der Kunden darauf ankommen lassen wollte, sich von einem Erotikanbieter einen Mahnbescheid zuschicken zu lassen.

Jetzt bin ich durch die Einladung zum Erfahrungsaustausch für Unternehmer der Wirtschaftsjunioren Frankfurt auf Eis.de aufmerksam geworden, einem Onlinehändler für Erotikartikel, der fast alle Regeln der Branche gebrochen hat und dadurch enorme Erfolge bis heute feiern konnte. Schon zweieinhalb Jahre nach dem Launch konnte Eis.de einen Jahresumsatz von 24 Mio. EUR vorweisen. Bis heute konnten über 2 Mio. Kunden gewonnen werden und laut alexa.com ist eis.de weltweit der am meisten aufgerufene deutsche Internet-Online-Anbieter im Bereich erotischer Waren. Zudem berichtet die Presse fast euphorisch über dieses E-Commerce-Startup aus der „Schmuddelecke“.

Folgende Erfolgsfaktoren der Querdenker habe ich ausfindig machen können:

  • Domain und Erscheinungsbild des Internetauftrittes sind dezent und grenzen sich von anderen Anbietern aus der Schmuddelecke deutlich ab
  • Als Absenderadressen werden die anderer real existierender Online-Anbieter verwendet, um den Empfänger beim Postboten und Co. nicht bloß zu stellen.
  • Die Preise der Produkte liegen bis zu 95 % unter denen der Konkurrenten. Das liegt daran, dass eis.de direkt bei den Herstellern einkauft und auch immer mehr auf Eigenmarken setzt.
  • eis.de bietet nicht nur eine 90 Tage Geld-Zurück-Garantie sondern auch eine Tiefpreisgarantie.
  • Nicht nur auf dem eis-de-Portal gibt es über 1 Mio. Kundenbewertungen von Produkten, sondern auch über 7.000 Bewertungen auf anderen Portalen.
  • Es gibt viele nützliche Features, wie z.B. 3D-Ansichten der Produkte sowie von Lilo Wanders moderierte Produktvideos

Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass die Gründer anders als die Konkurrenten an den Markt herangegangen sind. Die Macher des 2006 gegründeten Unternehmens sind Logistiker und Internetexperten. Sie handelten zunächst mit Druckerpatronen und Handys – und nun eben auch mit Vibratoren und anderen Sexartikeln. Damit die Erfolgsstory fortgeschrieben werden kann, erobern die Unternehmer immer mehr den europäischen Markt, wie z.B. derzeit England und Österreich.

Wollt Ihr mehr über diese Erfolgsstory wissen? Dann seid Ihr herzlichst zum Erfahrungsaustausch mit Lars Funck von der Eis.de GmbH am 8. Oktober 2009 ab 19.00 Uhr in der IHK Frankfurt eingeladen. Voranmeldung ist erforderlich. Ich brauche es wohl nicht zusätzlich erwähnen, dass dieser Termin für jeden E-Commerce-Gründer ein Pflichttermin sein sollte. Schliesslich gibt es selten genug die Chance, in kleiner Runde zum Nulltarif viel von einem Profi zu lernen.

7 Responses to Warum der Onlineversender Eis.de viele Rekorde bricht

  1. Marc sagt:

    der Fehlerteufel hat sich mehrmals eingeschlichen ua:

    1. Abs. auf Eis.de aufmerksam gewonnen
    letzter Abs. der Eis.de GmbH am 8. Oktober 2008

  2. Hallo Marc,

    danke, habe ich korrigiert.

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  5. Jürgen sagt:

    Mich würde wirklich interessieren, wie Sie die Konkurrenz mit ihren niedrigen Preisen dermaßen unterbieten können.
    Man liest oft bei den günstigsten Anbietern „Wir kaufen direkt beim Hersteller ein“. Doch warum gelingt das nicht auch den anderen Shops? Auch Eis.de musste mal klein anfangen und konnte sicher nicht von Anfang an riesige Mengen kaufen.

  6. Ronald sagt:

    Tiefpreise sind ganz einfach: Man recherchiert erst wo die Mitbewerber kaufen (in diesem Fall z.B. „Beate Uhse“) und kauft dann die Überproduktion (nicht zu Verwechseln mit Verschnittware!). Bestand aus Überproduktion wird i.d.R. für ca. 5-10% des Ursprungspreises verkauft. 😉

  7. Da stellt sich mir die Frage, wann es den ersten ShoppingClub für Erotikwaren geben wird 🙂

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