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Im Ogori-Cafe ist Überraschung Trumpf

Vor zwei Jahren habe ich ein interessantes Pricing-Konzept eines indischen Restaurants hier im Blog präsentiert: “Das Siva-Cafe in Indien präsentiert am Ende des Essens keine Rechnung, sondern bitte um eine “Spende‹, um die Gäste am nächsten Tag bewirten zu können. Je nachdem, wie spendabel die Gäste am Vortag waren, gibt es ein feudales oder eher sparsames Essen für die insgesamt 60 Gäste, die Platz im Cafe haben. Die Erfinder dieser Idee nennen es “Forward Pricing‹.

Man kann diese Idee auch auf das Produkt übertragen, wie der basicthinking-Blogger Marek Hoffmann jetzt herausgefunden hat: “Der Gründer des Ogori Cafés hat sich gedacht, dass es eigentlich total langweilig sei, in einem Café immer das zu bekommen, was man bestellt hat. Daher lautet sein Konzept: Ich bekomme das, was ein Kunde vor mir bestellt hat. Und der nach mir erhält – logischerweise – das, was ich bestellt habe. Das war’s! Schön… schräg.”

Marek erklärt auch gleich den Charme dieser Idee: “Der ganz eigene Charme der Idee offenbart sich aber eigentlich erst beim zweiten Hinsehen. Das Café bietet nämlich die Möglichkeit, auf die denkbar einfachste Art und Weise neue Leute kennenzulernen. Man geht einfach zu jedem hin und fragt, ob er zuletzt den Laden betreten und somit zuletzt eine Bestellung aufgegeben hat. Ein großes Problem hat die Idee aber: Was ist, wenn ich nicht genügend Knete habe, um zu bezahlen, was die Type vor mir bestellt hat…?”

Ich finde die Idee ganz spannend, bin mir aber auch nicht sicher, ob sie sich durchsetzen wird. Viel spannender fände ich, ein “Suprising” Cafe zu eröffnen. Hier könnte z.B. jeden Tag ein neues Produkt vorgestellt werden, was allerdings nicht vorher verraten werden sollte. Es könnte um eine Eigenkreation eines Gastes handeln oder die eines Konditors um die Ecke oder um eine Produktneueinführung oder, oder, oder. Also ran Mann oder Frau!

2 Responses to Im Ogori-Cafe ist Überraschung Trumpf

  1. Joerg Calvis sagt:

    Hallo Burkhard,

    das gibt bzw gab es schon vor ca.15 Jahren in der Schweiz. Damals waren wir bei Irma Dütsch in Saas Fee. In diesem kleinen Hotel war es üblich nicht zu wissen was man als Hausmenü bekommt. Heute sind ja solche Dinge wie Voll- oder Halbpension total out. Aber ich bin mir sicher, das so etwas mit einem solchen “Überraschungsmenü” gerade heute funktionieren würde. Neben der Überraschung was wohl auf den Tisch kommen mag stand damit verbunden auch eine tiefere Kundenberatung (-bindung)im Vordergrund. Man hatte sogar die Möglichkeit vorher zu sagen welches Lebensmittel man auf keinen Fall in seinem Menü wiederfinden möchte. Wer sich nicht traute oder ein genaues Wunschgericht hatte, konnte aber auch a la carte bestellen.

    Fand ich toll und sehr inovativ. Es war übrigens im Urlaub übrigens jeden Tag ein Gesprächsthema von locker einer Stunde (Was gibt es wohl, wie wars gestern…)

    make them talk about it…

    Gruß Joerg

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