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Warum der Kinderfinder gute Marktchancen hat

Mittlerweile bieten zahlreiche Anbieter in der Welt Lokalisierungsdienste an, egal ob für Autos, Menschen oder Hunde. Neben der sehr problematischen Datenschutzthematik sind solche Systeme meist auch teuer in der Anschaffung und Unterhaltung, weil i.d.R. für jeden Sender ein Mobilfunkvertrag abgeschlossen werden muss. Häufig sind solche Systeme für die Ansprüche der Kunden zu „oversized“. Nicht nur hinsichtlich der Kosten, sondern auch bezüglich der Bedienung und des Datenschutzes ist „weniger meist mehr“. Ein gutes Beispiel dafür ist der Kinderfinder. Die Idee dafür hatte Dr. Christian Lenz, Vater von zwei lebhaften Kleinkindern. Zum „KinderFinder“ gehören zwei technische Einheiten, die unmittelbar aufeinander reagieren: eine Kinder-Einheit und eine Eltern-Einheit. Die Kinder-Einheit sieht aus wie eine trendige Armbanduhr und gehört ans Handgelenk des Kindes. Die Elterneinheit trägt der Erwachsene am Gürtel, am Riemen der Handtasche oder gern auch am Griff des Kinderwagens. Auf der Webseite wird die Funktionsweise gut erklärt:

„Im Vorfeld definieren die Eltern einen bestimmten Radius, den ihr Kind nicht verlassen soll (Nahbereich – bis 15 Meter, Normalbereich – bis 25 Meter, Fernbereich – bis 50 Meter). Überschreitet das Kind plötzlich diesen fest gelegten „Spielraum“, blinkt eine rote Alarmleuchte und es ertönt ein warnender Piepton, sowohl am Elterngerät, als auch beim Kindergerät. Besonders clever ist die Richtungsanzeige am Elterngerät, die per Leuchtdioden signalisiert, wo genau sich das Kleinkind im Moment befindet. Je näher die Eltern ihrem kleinen Ausreißer kommen, desto schneller blinkt außerdem die Alarmleuchte und gleichzeitig erhöht sich die Piepton-Frequenz. Je weiter sie sich von ihrem Kind entfernen, desto langsamer blinkt die Alarmleuchte und die Piepton- Frequenz verringert sich entsprechend. Auf diese Weise schaffen es die besorgten Eltern innerhalb von wenigen Sekunden, den verschwundenen Sprössling zu lokalisieren und dann erleichtert in die Arme zu schließen. Übrigens kann auch das Kind seine „KinderFinder“-Einheit aktivieren und mit einem einfachen Knopfdruck nach den Eltern „rufen“!“

Natürlich bietet auch das System keine perfekte Sicherheit. Denn wenn das Kind hinter dem Haus in den Teich fällt, ertönt natürlich kein Warnsignal, weil das Gerät nur auf Entfernungen „geeicht ist“. Und Jugendliche würde solch ein Gerät natürlich niemals akzeptieren. Kinder dagegen könnten es schon deutlich mehr schätzen, nicht so schnell verloren zu gehen. Denn die Verlustangst der Kleinen ist meist größer als die Kontrollangst (wenigstens bis zu einem gewissen Alter). Eine sinnvolle Weiterentwicklung wäre aus meiner Sicht aber schon, wenn der Sender der Kinder eine Uhr mit Ziffernblatt hat. Dadurch entsteht ein Mehrnutzen für die Kinder und der Kinderfinder wird nicht so schnell stigmatisiert. Positiv ist, dass die Eltern mit dem Empfänger bis zu vier Kinder „im Blick haben können“. Mit einem Einstiegspreis von 59,95 EUR könnte die Akzeptanz dieser Lösung sehr groß sein. Und das ist entscheidend, dass Eltern und Kinder diese Lösung gut finden.

Gefunden im erfinderladen-berlin-Blog

One Response to Warum der Kinderfinder gute Marktchancen hat

  1. Tom Glasauer sagt:

    Das Teil ist Klasse, nur kommt es für uns ein paar Jahre zu spät. Da könnte es blinken und fiepen, unsere Kinder würden nicht zu uns kommen 😉

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