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Warum der Reiseführer im Postkartenformat nicht nur Kinder begeistert

Jeder hat gute Geschäftsideen, egal ob Kinder, Studenten, Angestellte oder erfahrene Unternehmer. Das zeigen die vielen Gründerwettbewerbe, die für die verschiedenen Gruppen angeboten werden. Einer davon ist der Funpreneur-Wettbewerb an der Freien Universität Berlin. Diesmal hatten 27 Studententeams daran teilgenommen, die innerhalb von 6 Wochen mit 5 Euro Startkapital ihre Geschäftsideen entwickeln und umsetzen sollten. Gewonnen haben diesmal Anna Kendeva, Marcel Kaiser, Ingo Kugler und Christoph Ohm mit dem Pocket Sight.

Beim Pocket Sight handelt es sich, wie es der Name schon verrät, um einen Sightseeing-Führer im Postkartenformat. Auf 18 der 20 Karten werden Berliner Sehenswürdigkeiten mit dazu passenden Fotos, 2-3 interessanten Quizfragen und eine Wegbeschreibung zum nächsten Routenpunkt abgedruckt. Die Karten werden mit Ringspiralen zusammengehalten. Der Einführungspreis betrug 5,00 EUR beim Direktverkauf über die Webseite. Der normale Preis beträgt 6,95 EUR zzgl. Versandkosten. Die Erfolgsstory hat wie folgt begonnen, wie der Tagesspiegel berichtet:

„Nachdem sie mit 600 Euro Sponsorengeld 250 Exemplare des Stadtplans gedruckt hatten, stellten sie fest, dass vor allem Familien mit Kindern zugriffen. Dann überzeugten sie das Kulturkaufhaus Dussmann und eben auch das KaDeWe, den Plan ins Sortiment zu nehmen. Künftig wollen sie auch Firmen anbieten, den Stadtplan mit Logo versehen als Geschenk für Kunden zu bestellen. „Jedenfalls teilen wir die 1200 Euro Prämie jetzt nicht auf, sondern machen weiter. Wir sind sehr stolz“, sagte Marcel Kaiser am Tag nach dem Sieg. Eine zweite Auflage sei schon in Planung. Sicher ist sicher.“

Demnach wird die Erfolgsstory weitergehen. Ich könnte mir vorstellen, dass bald andere Städte folgen. Richtig konzeptstark wäre es aus meiner Sicht, wenn die ganzen Sightseeing-Karten nicht nur als Bestandteil eines Reiseführers, sondern auch als Postkarten an die Lieben zu Hause verschickt werden könnten. Denn dann hätte der Reiseführer, der meist nach der Reise weggeworfen wird, noch eine sinnvolle Verwendungsform. Zudem könnte durch den Versand der Postkarten weiterhin Werbung für diesen besonderen Reiseführer gemacht werden. Mal schau´n, wie die Story weitergehen wird, z.B. unter www.facebook.com/pocketsight.

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