In Geschäftsidee, Marketing - Service

Wenn Ihnen das Produkt seine Story erzählt

Für mich war es ein Quantensprung, als Paketversender mit ihrem Tracking-Service die Kunden in die Lage versetzt haben, zu jedem Zeitpunkt nachverfolgen zu können, wo sich das Paket auf der Reise vom Versender zum Empfänger gerade befindet. Davon haben sich viele serviceorientiere Unternehmen inspirieren lassen, wie z.B. das Autohaus Christian, das die die Kunden per Web über die Fortschritte der Reparatur ihres Wagens informiert. Es gibt auch Geschäftsideen, die auf dieser Grundidee basieren. Code-No. verkauft z.B. Labels, die man an Koffer und andere Gegenstände anbringen kann, damit nach einem Verlust die Fundsache dem Eigentümer wieder zugeordnet werden kann.

Ganz ähnlich, wenn auch ein anderer Zweck verfolgt wird, funktioniert der Service von itizen. Sie können sich hier Aufkleber bestellen oder selbst ausdrucken, die eine einmalige Tracking-Nr. besitzen. Diese Aufkleber positionieren Sie auf ein Produkt, das sie verkaufen oder verschenken. Anschließen legen Sie unter dieser Tracking-Nr. bei itizen.com ein Produktfeld an und können ab sofort verfolgen, welche Reise dieses Produkt durchlebt. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn die Käufer bzw. Beschenkten ebenfalls bei itizen.com vermerken, wann sie das Produkt erhalten bzw. weitergegeben haben.

Besonders spannend finde ich solch einen Service für Künstler, die ihre Kunstprodukte verkaufen und gerne wissen möchten, in welche Hände ihre Kunstwerke gelangen. Aber auch für viele Produkthersteller kann solch ein Service sehr hilfreich sein. Denn dadurch entdeckt man vielleicht ganz neue Käufergruppen. Zudem könnte man die neuen Besitzer über Besonderheiten informieren und zusätzliche Serviceangebote machen. Ich bin gespannt, wann die Datenschützer hier in Deuschland auf diesen Servie aufmerksam werden und was sie dazu sagen. Und ich bin gespannt, welche Stories auf itizen.com eingestellt werden. Diese Stories bieten sicherlich viel Material für PR-Stories.

One Response to Wenn Ihnen das Produkt seine Story erzählt

  1. F-M-N sagt:

    Eine ähnliche Chance gibt es übrigens bereits seit vielen Jahren – für Bücher, kommerzfrei.
    „Bookcrossing“ bietet die Möglichkeit, Bücher eine Nummer zu geben und sie dann „freizulassen“. Man notiert diese Nummer also ins Buch mit etwas erklärendem Text oder einfach einem Etikett. Wer das Buch findet, trägt die Nummer bei http://www.bookcrossing.com ein und erfährt seinerseits, wo das Buch schon war.
    Die Seite finanziert sich wohl aus Spenden und einem kleinen Fan-Shop.
    http://www.bookcrossers.de gibt auch eine deutsche Erklärung.

    Es macht Spaß, und die Bücher dürfen auch mal auf die Reise gehen.
    Viele Grüße!

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