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Mit Domains gutes Geld verdienen

Im letzten Beitrag haben wir ein klassisches Beispiel präsentiert, wie sich ein Domainkauf schnell bezahlt machen kann: Man kauft eine Domain und gründet einen lukrativen Onlinehandel. Solch eine klassische Erfolgsstory ist auch heute noch möglich. Allerdings wird es immer schwieriger, noch ein Schnäppchen zu machen. Denn die Verkäufer wissen oder glauben zu wissen, wieviel eine Domain heute Wert sein kann. Es gibt aber noch ganze andere Weg, rund um den Domainhandel gutes Geld zu verdienen.

Das Vorzeigebeispiel ist natürlich der Domain-Handelsplatz Sedo.de. Über eine Million Kunden handeln auf der Plattform. Mit über 15 Millionen bietet sie die weltweit größte Auswahl zum Verkauf stehender Domains. Die vier Gründer Tim Schumacher, Ulrich Priesner, Marius Würzner und Ulrich Essmann haben in den letzten neun Jahren ein Unternehmen aufgebaut, das von einem Internet-Start-Up zur weltweit größten Domain-Handelsplattform avanciert ist. Sedo beschäftigt derzeit über 150 Mitarbeiter aus 25 Nationen an den Standorten Köln, London (UK) und Boston (USA).

Bemerkenswert ist, dass Sedo nicht nur den Handelsplatz für Kauf und Verkauf von Domains anbietet. Mittlerweile werden auch Domain-Gutachten, Domain-Vermittlungen, Domain-Transfers und Domain-Parking-Programme angeboten. Davon können sich Web-Dienstleister hinsichtlich ihres Leistungsspektrums inspirieren lassen. Sedo ist schliesslich daran interessiert, Domains über ihre Handelsplattform zu verkaufen und möglichst viel Vermittlungsprovision zu verdienen. Vielleicht ist es aber viel günstiger, eine eigene Domain anzumelden oder eine günstige Domain zu kaufen und mit Hilfe von SEM-Aktionen aufzupeppen. Als unabhängiger Webdienstleister kann man unabhängiger auf der ganzen Klaviator des Webmarketings spielen.

Weniger als Berater, sondern vielmehr als “Veredler” kann man schnell reich werden. Ein Beispiel dafür ist der “Webflipper” Dave Hermansen, der zum vor vielen Jahren die Domain bird-cage.com für 1.800 Dollar drei Jahre später für schlappe 173.000 USD wieder verkauft hat. Sein Erfolgsgeheimnis ist, dass er sich Webseiten heraussucht, die ein Nischenthema fast konkurrenzlos besetzt haben und deren Key-Words in Suchmaschinen häufig gesucht werden. Dann pusht er die Webseiten in den Trefferlisten der Suchmaschinen hoch, hübscht sie auf und generiert gute Einnahmen z.B. via Google-AdSense oder Integration eines Online-Shops. Anschliessend verkauft er die Webseiten zu einem Vielfachen der Jahreseinnahmen und wendet sich dem nächsten Kaufobjekt zu.

Eine Alternative kann darin bestehen, Co-Investor zu werden oder sich am Verkauf der Domain beteiligen zu lassen, um im Gegenzug die Domain durch verschiedene Aktionen wertvoller zu machen. Damit wird der aktuelle Besitzer der Domain nicht evtl. mit Peanuts abgespeist. Andererseits geht der Veredler ein nicht so großes Risiko wie ein Webflipper ein, weil das Investment nicht so hoch ist und damit auch das Verlustrisiko deutlich geringer ist. Ich persönlich bin der Überzeugung, dass in Zukunft zahlreiche Webdienstleister genau diesen Weg gehen, um an den erzielten Mehrwerten durch ihre Dienstleistung gerecht beteiltigt zu werden. In diesem Segment ist die Konkurrenz auch nicht so groß und der Interessenkonflikt zwischen Kunde und Anbieter ist längst nicht so groß.

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