In Geschäftsidee

Warum sich Daniel Balsam über jede Spammail in seinem Postfach freut

Wir in Deutschland mögen die Spezies von Mensch, die aus den Fehlern anderer Kapital schlagen wollen, nicht wirklich. Deshalb haben Abmahnanwälte bei uns auch kein gutes Image. Und der Social Media Buzz schafft es zudem, dass manchmal David gegen Goliath gewinnt, indem durch die öffentliche Empörung die Abmahner auf die Zahlung der angefallenen Gebühren verzichten. Allerdings ist die Grenze fliessend. Denn ehrlich gesagt ärgern wir uns alle über die vielen Spams jeden Tag, die zwar mittlerweile gut gefiltert werden können, aber eben nicht perfekt. Zudem gehen uns dadurch auch häufiger Mails durch die Lappen, die fälschlicherweise als Spams ausgefiltert werden.

Daniel Balsam aus Kalifornien klagt seit vielen Jahren gegen die Spammer und hat mittlerweile mehr als 1 Mio. USD erstritten. Hilfreich zur Seite steht das Kalifornische Gesetz, wie in einem aktuellen Handelsblatt-Artikel erläutert wird: „Nach kalifornischem Gesetz ist es unter anderem verboten, E-Mails mit „irreleitenden“ Betreff-Zeilen zu verschicken. Den Empfänger fälschlicherweise glauben zu lassen, es handele sich um eine persönliche Nachricht, ist demnach nicht zulässig. Ebenso ist es verboten, mit dem Wort „kostenlos“ zu locken, wenn etwas nicht tatsächlich auch kostenlos ist. Zudem muss eine Möglichkeit bestehen, weitere E-Mails von einem unerwünschten Absender mit einer einfachen Filterfunktion zu blockieren.“

Das Geschäft ist einträglich, wie das Handelsblatt weiter berichtet: „Im November wurden Balsam in einem Urteil 4 000 Dollar (3 000 Euro) Schadenersatz von dem Betreiber einer Internetseite zur „Vermittlung von Sex-Partnern“ zugesprochen. Dem Richter zufolge hatte der Geschädigte über vier verschiedene E-Mail-Adressen die identische „persönliche“ Nachricht erhalten – „Hallo, mein Name ist Rebecca, ich liebe dich“, hatte es darin jeweils geheißen. In einem anderen Fall erhielt Balsam 7 000 Dollar (5 200 Euro) von einer Werbefirma, deren E-Mails sich nicht filtern ließen. Insgesamt mehr als 40 solcher Prozesse habe er schon gewonnen, sagt der Kalifornier, außerdem auch schon einige größere.“

Daniel Balsam macht seine Arbeit extrem transparent. Auf seiner Webseite danhatesspam.com werden alle seine Case Studies aufgelistet, damit sich jeder selber ein Bild machen kann. Daniel will damit klarmachen, dass es ihm nicht allein um das Geld geht, sondern darum, die vielen nervtötenden Spams etwas einzudämmen. Das wird einem Einzelkämpfer wie Daniel natürlich nicht gelingen. Aber kann zumindestens aufzeigen, welche Möglichkeiten und Chancen bestehen. Ich würde mich nicht wundern, wenn es bald eine Crowdsourcingplattform geben würde, die dem Spam flächendeckend den Kampf ansagen will.

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NIE WIEDER SPAM

2 Responses to Warum sich Daniel Balsam über jede Spammail in seinem Postfach freut

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