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Warum die Bratwurstpappe eine ideale Werbefläche sein kann

Sascha Eckhoff hat sich die Frage gestellt wie Werbung funktioniert und kam zu dem Ergebnis, dass Werbung entweder aus einer hohen Wiederholfrequenz, der Ausgefallenheit oder der Summe aus beiden besteht. So kam er vor knapp acht Monaten auf die Idee, eine Bratwurstpappe mit Werbung zu bedrucken, die z.B. auf Volksfesten ausgegeben wird. Der Clou an diesem Werbeformat liegt darin, dass der Konsument beim Verzehr einer Wurst, i.d.R. die Wurst in der einen und die Pappe mit Senf oder Ketchup in der anderen Hand hält. Somit blickt der Konsument jedes Mal wenn er die Wurst eintunkt auf die Werbebotschaft und wiederholt diese Botschaft etwa 6-8 mal pro verzehrte Wurst.

Man kann die Werbepappe auch in auffälligen Farben drucken lassen, um die Aufmerksamkeit noch zu erhöhen. Man könnte die Pappe komplett in „Taxi-Gelb“ einfärben und dort in schwarz einen Aufdruck aufbringen mit einer Botschaft wie: “ Die Taxizentrale Musterstadt wünscht Ihnen guten Appetit und wir fahren Sie gerne später sicher nach Hause“. Es gibt aber noch ganz andere Einsatzmöglichkeiten. Als Veranstalter von Events mit ähnlicher Zielgruppe können Sie auf der Pappe Werbung für die nächste Veranstaltung machen!

Nachdem Sascha die Idee hatte, hatte er sich o.g. Einsatzmöglichkeiten ausgedacht, um Verkaufsargumente bei potentiellen Werbekunden zu haben. Anschließend hat er recherchiert, ob diese Idee schon jemand anderes umgesetzt hat oder sogar beim Deutschen Marken- und Patentamt hat schützen lassen. Das dies nicht der Fall war, hat er die Werbepappe in München als Gebrauchsmuster schützen lassen und das Produkt in den letzten Monaten zur Marktreife gebracht. Ein spezielles Druckverfahren macht es möglich, individuelle Werbepappen ab 1000 St. zu produzieren. Preislich attraktiv wird es bei 5000 St. Damit grenzt sich Sascha deutlich von Anbietern von Merchandisingartikeln ab, die höhere Stückzahlen drucken.

Jetzt hat für Sascha die Markteinführungsphase begonnen. Zuerst hat er verschiedene Redakteure von Fachmagazinen und auch Blogger wie mich angesprochen, um die Idee bekannt zu machen. Parallel kontaktiert er Eventagenturen, um Multiplikatoren bzw. Endkunden zu finden. Ferner laufen die ersten Gespräche mit Fleischereien in der Region von Sascha, welche auf den Festen die Bratwurststände führen, um die Pappe auf den vielen Stadtfesten und Events im Umlauf zu bringen. Weiterhin prüft er, an welchen Wettbewerben er mit seiner Idee teilnehmen kann, um Startkapital oder Bekanntheit zu erlangen. Wer noch weitere gute Ideen hat, kann hier einen Kommentar abgeben.

11 Responses to Warum die Bratwurstpappe eine ideale Werbefläche sein kann

  1. Enne sagt:

    Astreine Idee! Wünsche viel Erfolg mit dem Geschätsmodell.

  2. Dieter sagt:

    Glückwunsch zu der cleveren Idee! Jetzt geht´s um die Wurst…

  3. jmahale sagt:

    Tolle Idee, sehr gut dargestellt. Genau solche Artikel sind der Grund, warum ich diesen Blog so gerne lese.

  4. Merlin sagt:

    Originell, das mit Sicherheit! Aber ich denke mal in den meisten Fällen werden die Dinger doch mit Ketchup etc. so verschmiert, dass man nicht mehr wirklich viel lesen können wird…

  5. Levon sagt:

    Auf meinem Ipad sieht dein Blog irgendwie komisch aus.

  6. Oft sind die einfachen Dinge die tollen Sachen. Frage mich nur, warum ich nicht darauf gekommen bin… 🙂

  7. […] Bratwurstpappe (welch Wort) als Werbemedium. Eigentlich genial […]

  8. Hallo Merlin,

    das hängt aus meiner Sicht davon ab, wo genau die Werbebotschaft auf dem Deckel steht. rechts daneben gibt es ja auch noch eine freie Fläche.

  9. Es gibt schon einfache Sachen auf die man selbst nicht kommt.Aber wer kratzt die Pappe so sauber das man es lesen kann ? Frank by bblink

  10. Vielen Dank für Ihre Beiträge, Ihren Zuspruch und Ihre Anmerkungen. Sie dürfen davon ausgehen das unsere Pappen recht sauber in den Müll wandern 🙂 Die Leute haben, so scheint es, teils richtig Spaß daran mit der Wurst alles an Senf von der Pappe runter zu nehmen. Unsere Werbebotschaften sind textlich auch einfach gehalten und relativ groß gedruckt. Einen Beipackzettel mag da niemand lesen wollen. Beste Grüße Sascha Eckhoff

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