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Equity-Crowdfunding-Plattform Crowdcube gibt Gas

Die Equity-Crowdfunding-Plattform seedmatch hat es in nur wenigen Tagen geschafft, das Gesprächsthema in StartUps-Blog in Deutschland zu werden. Und die Performance lässt sich auch sehen. In weniger als fünf Tagen konnten für die beiden StartUps, die als erstes auf seedmatch Beteiligungskapital einsammeln, schon 14 % des Kapitalbedarfs einsammeln. Das klingt gut. Wenn man bedenkt, dass sich nach Angaben der Macher bisher mehr als 1.000 potentielle Investoren bei Seedmatch angemeldet haben, dann ist postiv formuliert noch viel Luft nach oben. Letztlich zählt jetzt, dass die ersten beiden erfoglreichen Fundings innerhalb des vorgegebenen Zeitraums von 60 Tagen vermeldet werden können, damit die Hype neue Nahrung bekommt.

Die britische Equity-Crowdfunding-Plattform Crowdcube, die als Pionier in diesem Segment gilt, konnte vor kurzem die ersten beiden erfolgreichen Fundings vermelden. Immerhin wurden damit insgesamt 100.000 GBP eingesammelt werden, die als Starthilfe den beiden StartUps zur Verfügung stehen. Und es bedeutet neue Nahrung für die Presseberichterstattung. Denn viele Journalisten sind zu Beginn solcher Entwicklungen eher skeptisch und prüfen erst einmal, ob die erwarteten Ergebnisse auch wirklich eingefahren werden können. Positiv ist, dass weitere 13 StartUps mit Ihren Kapitalgesuchen online sind und somit die Pipeline mehr als voll ist. Denn jetzt ist wichtig, dass schnell weitere Erfolge gemeldet werden können. Allerdings liegen überall die Funingquote bisher jeweils bei weniger als 5 %. Jetzt muss aufgepasst werden, dass nicht übersäuert wird.

Gerne präsentiere ich die wichtigsten Infos zu Crowdcube im Schnellüberblick:

  • Pitching-Phase: 180 Tage
  • Minimum-Kapitalbedarf: 5.000 GBP
  • Maximal-Kapitalbedarf: keiner
  • Minimum-Investment-Beitrag: 10 GBP
  • Zugelassene Investoren: Britische Staatsbürger
  • Zugelassene StartUps: StartUps mit Sitz in Großbritannien, Rechtsform: Limited +
  • Crowdcube Vermittlungsprovision: 5 % (nach erfolgreichem Funding)
  • Listinggebühr für StartUps: 250 GBP (darauf wird bisher verzichtet)
  • Sonstige Gebühren: 1.750 GBP (legal fees / nach erfolgreichen Funding)

Gut finde ich bei Crowdcube, dass es für jeden Kapitalgesuch ein Internetforum gibt, in dem die potentiellen Investoren den Vertretern der StartUps Fragen stellen können. Zudem kann seit kurzem für jedes Kapitalgesuch ein Internet-Widget erstellt werden. Wie wir von vielen Crowdsponsoring-Projekten wissen, hängt der Funding-Erfolg sehr stark davon ab, wieviel Werbung die StartUps selber für ihr Funding machen und wie sehr sie eine Fangemeinde aufbauen und mobilisieren können. Das wird umso wichtiger, umso mehr StartUps auf solchen Equity-Crowdfunding-Plattformen Geld suchen.

2 Responses to Equity-Crowdfunding-Plattform Crowdcube gibt Gas

  1. Ja, bei Crowdcube ist sowohl der Ansatz als auch die Usability gut. Ich war einer der 82 Investoren, die Bubble&Balm mit finanziert haben
    http://www.wiseclerk.com/group-news/countries/uk-first-business-offer-fully-funded-at-crowdcube/
    Die Beteiligungsstruktur ist im Ergebnis viel klarer als z.B. bei Seedmatch, da tatsächlich Anteile am finanzierten Startup vergeben werden.
    Crowdcube profitiert auch stark von der englischen Steuergesetzgebung. Bei den meisten Pitches winken Investoren mit Wohnsitz in England, die mindestens 500 Pfund anlegen, Steuererleichterungen (im Rahmen von EIS) in Höhe von 30% der Anlagesumme.

  2. Ben sagt:

    Wie heisst das Plugin rechts ? Das brauche ich!

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