In Geschäftsidee, Idee - Landwirt, Idee - Produkt, Trend - LOHAS

Wie zwei Kuhbauern Scheiße in Gold verwandelt haben

Der Traum vieler Gründer besteht darin, aus Stroh Gold zu machen. Die Steigerung besteht nur noch darin, aus Scheiße Gold zu machen. Und tatsächlich kann Kuhmist dazu verwendet werden, um Energie zu erzeugen. Auf den Weg dort hin muss man allerdings viel Geld investieren und befindet sich in Konkurrenz mit anderen Landwirten und Energieerzeugern. Gibt es nicht noch andere Wege, aus Sch… Gold zu machen? Darüber haben auch zwei amerikanischen Milchbauern nachgedacht Und Sie haben eine geniale Lösung dafür gefunden: Sie haben abbaubare Blumentöpfe entwickelt, die zu 100% aus erneuerbarem, kompostiertem Kuhdünger bestehen und sich rasch abbauen, sobald sie eingepflanzt sind.

Der Weg zu den Cowpots, wie die Erfinder ihr Produkt nennen, war lang und steinig, wie man auf der Cowpots-Homepage lesen kann. „Schon seit 1997 betrieben die Brüder Matt und Ben Freund einen Methanfermenter, der den Rohdünger der Kühe aufnahm, erhitzte und dann das Methangas verbrannte. Am Ende dieses Vorgangs wurden die Feststoffe von der Flüssigkeit getrennt. Die Flüssigkeit kehrt zum Feld zurück, um nächstes Jahr die Feldfrüchte kultivieren zu können, die die Kühe ernähren. Die Feststoffe werden weiterhin kompostiert. Dieser kompostierte, unkraut- und samenfreie Dünger ist das Grundmaterial für die CowPots. Nach Experimenten mit den Düngerfasern und durch Trocknen der Töpfe im Tischbackofen seiner Frau konnte Matt letztlich einen Prozess finden, der es ihnen erlaubte, Töpfe in unbegrenzten Größen und Formen zu einem kostengünstigen Preis serienmäßig herzustellen.“

Funktion und Vorteil des Cowpots sind schnell erzählt: Der Stickstoff im kompostierten Kuhdünger fördert einen natürlichen und schnellen biologischen Abbau der CowPots. Innerhalb 3 bis 4 Wochen ist die Zersetzung voll im Gang, wodurch der Um-pflanzungsschock nahezu verhindert wird und sich die Pflanzen umgehend etablieren. Diese „pflanzbaren Töpfe“ sind in fast allen beliebten Größen erhältlich und stellen ein viel versprechendes, hocheffizientes, umweltbewusstes Produkt dar. Die CowPots kosten etwas mehr als andere Töpfe, die weniger umweltfreundlich sind, aber dafür sind sie umweltschonend und sehr nützlich. Und die Töpfe werden nicht nur in den USA über sehr viele Verkaufsstellen vertrieben, sondern es gibt auch einen Vertriebspartner in den Niederlanden. Darüber wird auch deutsche Markt beliefert. Das könnte die Basis für einen sehr erfolgreichen Onlineshop sein oder vielleicht haben auch Bauern in Deutschland die Chance, in Lizenz Cowpots herzustellen.

Es gibt natürlich noch andere Beispiele für umweltverträgliche Blumentöpfe, wie wir z.B. im vorletzten Jahr hier im Blog vorgestellt haben. Besonders spannend bei o.g. Lösung finde ich, wie Abfall in eine wiederverwendbares Produkt umgewandelt wurde. Das ist eine der Topherausforderungen in der Zukunft: Abfallwiederverwertung bzw. Receycling.

Schreibe einen Kommentar