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Social Network Impossible.com baut auf Gift Economy und reale Kontakte

Geben ist seliger als nehmen. Diesen Leitspruch kennen wir schon aus der Bibel. Aber dieses Grundprinzip wird nicht nur in Religionsgemeinschaften aktiv gelebt. Was wäre unsere Gesellschaft ohne das ehrenamtliche Engagement Millionen von Menschen? Und könnten wir uns heute noch eine Welt ohne Wikipedia vorstellen, das nach dem Prinzip der Gift-Economy funktioniert. Gäbe es dieses Blog, wenn es nicht die Open-Source-Software WordPress geben würde? Diese Beispiele zeigen, dass Menschen gerne helfen und nicht immer sofort darüber nachdenken, ob sich Ihr Handeln auch finanziell auszahlt. Auf diese Erkenntnis basiert auch das Konzept der neu gegründeten Social Networking Plattform Impossible.com.

Im 20 minütigen Videointerview erläutert die Gründerin von Impossible.com, das Model und die Schauspielerin Lily Cole, wie ihr Netzwerk funktionieren soll. Wie bereits angedeutet, soll das Netzwerk auf Basis des Gift Economy Prinzips funktionieren. Menschen bieten anderen Menschen ihre Leistungen kostenlos an, um damit Menschen in ihrer Nachbarschaft zu helfen. Damit hat man nicht nur etwas Gutes getan, sondern lernt auch nette Menschen in der Nachbarschaft kennen. Ziel von Impossible.com ist nicht nur, dass sich die Menschen mehr untereinander helfen, sondern sich auf diesem Wege wieder besser kennenlernen und z.B. eine Nachbarschaft entsteht, die sich kennt und hilft. Noch befindet sich alles im Beta-Status. Dafür finde ich die Einstiegsmaske richtig pfiffig.

Sehr spannend ist, dass Wikipedia-Gründer Jimmy Wales als Mentor und auch mit Kapital dieses StartUp unterstützt. Im obigen Video-Interview ist er mit dabei und schildert seine Beweggründe, bei Impossible.com dabei zu sein. Ihn juckt es auch nicht, dass hinter Impossible.com noch kein überzeugendes Geschäftsmodell steckt. Würde er so denken, hätte er schliesslich auch nicht Wikipedia gegründet. Für ihn ist viel wichtiger, dass das Konzept nachhaltig ist und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet. Und davon ist er überzeugt, da er grundsätzlich an das Gute im Menschen glaubt und deshalb auch keine Angst hat, dass “schlechte Menschen” das Angebot übergebührlich ausnützen. Da Jimmy Wales auch nicht stinkreich ist, hätte ich einen Tipp für einen kapitalstarken Sponsor: Schaut Euch den aktuellen Spot von Skoda an und ihr wisst, was ich meine.

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