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Karma-Prosumer meets Crowdfunding: Karma Chakhs

Schon vor einigen Jahren haben wir über den PROSUMER-Trend berichtet und ihn immer wieder mit Beispielen unterlegt. Dabei handelt es sich um Konsumenten, die zu Produzenten werden. Und tatsächlich nimmt dieser Trend immer mehr an Fahrt auf. Das liegt daran, dass man heute als Unternehmer fast alle Leistungen outsourcen kann, ganz nach dem Motto: Klein anfangen und groß werden. Zudem gibt es heute immer mehr Plattformen, um einen Markttest oder Sammelkauf durchführen zu können, ohne unüberschaubare finanzielle Risiken eingehen zu müssen. Prädistiniert dafür sind Crowdfundingplattformen.

Während es in den USA allerdings fast schon zum Standard gehört, als Prosumer einer Crowdfundingaktion zu starten, tun wir uns hier in Deutschland noch schwer damit. Insofern bin ich froh, heute auf eine spannende Prosumer-Crowdfundingaktion aus Deutschland hinweisen zu können. Es handelt sich um die Karma Chakhs -Aktion. Initiator dieser Crowdfundingaktion auf startnext ist Van Bo Le-Mentzel, den viele schon von der sehr erfolgreichen Crowdfundingaktion für das Hartz IV – Möbelbuch kennen. Dieses Mal will Van Bo startnext als Plattform nutzen, um einen Großeinkauf zu tätigen. Konkret will er sich ein paar rote Chakhs-Schuhe kaufen, die der US-Basketballer Chuck Tailor für Converse vor 100 Jahren entworfen hat.

Allerdings kommt es für Van Bo nicht in Frage, die „Originale“ zu kaufen. Das erklärt er wie folgt: „Seitdem Nike die Marke Converse vor neun Jahren aufgekauft hat, werden sie in China, Indien und Malaysia unter unfairen Bedingungen produziert. Die armen Näherinnen werden beschimpft und schlecht bezahlt. Wer die Chucks von heute kauft, kauft böses Karma mit ein. Ich habe keine Lust, mir von Nike diktieren zu lassen, wie die Chucks produziert werden. Die Chucks gehören ihren Fans. Deshalb will ich die Chucks selber produzieren. Und zwar fair. Also mit gutem Karma.“

Eigentlich braucht Van Bo nur ein Paar rothe Karma Chakhs. Die Mindestbestellmenge bei der Fabrik, bei der er gerne kaufen würden, verlangt allerdings eine Mindestbestellmenge von 500 Stück mit einem Auftragswert von 20.000 EUR. Deshalb sucht Van Bo nun 499 Co-Produzenten, die mit ihm zusammen die Karma Chakhs in Auftrag geben. Die Co-Produzenten können das Projekt mit Geld unterstützen, oder auch aktiv mit ihrer Zeit, Expertise oder Arbeitskraft. Denn Van Bo braucht noch Ideen für den Schuhkarton, das Design des Labels an der Lasche, die Schuhsohle und ganz wichtig: Illustrationen, Texte, Ideen für die Infobroschüre, die jedem Karton beigelegt ist.

Für Nur-Käufer macht er foglende Rechung auf: „Die Herstellung kostet ca. 40 Euro pro Paar. Um den Fair Trade Markt nicht zu ruinieren, wurde mir empfohlen, den Endpreis nicht unter Normalpreis (ca. 70 Euro) anzubieten. Ich kooperiere mit Talon, einer respektvollen Näherei (Pakistan), dem Kautschuk-Ritzer Mr. Kitman (Sri Lanka) und dem deutschen Fair Trade Center, einer 8-köpfigen Firma, die seit zehn Jahren Erfahrung hat mit der Produktion von Schuhen hat. Sie arbeiten mit dem FSC-Siegel und können die Schuhe bis zur Baumwoll- und Kautschuk-Baumplantage zurückverfolgen. Mit dem Gewinn unterstützen sie die Belange vor Ort: Neue Schulen, Wasseranlagen und andere gute Dinge. Das bringt zwar kein Gewinn, aber gutes Karma.“

Ich würde mich nicht wundern, wenn es bald eine Plattform gibt, die speziell auf Prosumer-Geschäftsideen ausgerichtet ist. Denn Crowdunding ist nur ein Bestandteil einer Prosumer-Geschäftstätigkeit. Es braucht noch in vielen anderen Bereichen Unterstützung, wie das Van Bo oben sehr anschaulich beschrieben hat. So kann sich jeder mit seinen Fähigkeiten einbringen: Als Designer, Vertriebspartner, Finanzierungspartner, etc. Wichtig ist, dass im Falle eines Erfolges alle Partner fair am Projekt beteiligt werden. Schon allein dafür bräuchte es ein Plattform, um dies zu managen. Zudem bräuchte es Kollobarationstools, um das Projekt virtuell managen zu können. Und weiterhin bräuchte man eine Auswahl an passenden externen Geschäftspartnern, die man dort einbindet, wo die Unterstüztung der Crowds nicht mehr ausreicht.

2 Responses to Karma-Prosumer meets Crowdfunding: Karma Chakhs

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