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Silvercar will die Autovermietung revolutionieren

Wer hat das noch nicht erlebt? Er landet in den USA, wartet mehr als eine Stunde bei der Immigration und ob das als „Begrüßungsgeschenk“ nicht schon genug wäre, steht er sich noch einmal für zwei Stunden die Hacken wund, um am Schalter des Autovermieters ein Auto zu bekommen. Eigentlich will man nur das bestellte Auto abholen, aber zuvor wird man in ein endloses Verkaufsgespräch verwickelt, nur mit dem Ziel versehen, zahlreiche kostenpflichtige Upgrades und Extras zu buchen. Und zum krönenden Abschluss steht dann ein Auto zur Verfügung, dass die falsche Farbe oder einen zu kleinen Kofferraum hat. Zudem handelt es sich um ein Automodell, das man noch nie gefahren hat, so dass die Bedienung in den ersten Minuten zum „Glücksspiel“ wird.

Dank der Autovermietung Silvercar, die am 14. Januar am Flughafen von Dallas startet, soll das nun alles anders werden. Es beginnt damit, dass nur ein Automodell in nur einer Farbe zur Verfügung steht: Ein silbener Audi A 4 mit Stufenheck. Damit sind Überraschungen ausgeschlossen. Und wer bisher noch keinen Audi gefahren ist, wird sich schnell einfinden und spätestens beim zweiten Mietvorgang „ein alter Hase“ sein, was das Auto betrifft. Auch so kann man Kundenbindung erzielen. Neben Kundenbindungseffekte hat die Konzentration auf ein Fahrzeug für Silvercar noch weitere Vorteile. So bündelt es seine Einkaufsmacht und erhält damit optimale Einkaufskonditionen beim Hersteller selbst als StartUp. Zudem erleichtet die Konzentration auf ein Modell eines Herstellers Wartung und Reparaturen und Kundenservice (bei Fragen zur Bedienung).

Aber nicht nur, weil obiges Geschäftsmodell auf das Einfachheitsprinzip beruht, hätte Steve Jobs wahrscheinlich seine reine Freude an Silvercar. Denn Buchung und Entsperrung des Autos vor Ort erfolgt alles über iPhone, iPad oder Co. Dafür braucht man nur die kostenlose App downloaden, ein Mietauto bei Silvercar online bestellen und dann vor Ort nur den Code des betreffenden Fahrzeuges via iPhone, iPad oder Co. einscannen. Und schon öffnet sich das Auto und man kann losfahren. So einfach und schnell kann das gehen. Das ist aber noch nicht alles. Denn im Audi-Bordcomputer sind auch schon alle relevanten Reisedaten eingegeben, die man bei der Online-Bestellung angegeben hat: Die Hotels auf der Reiseroute und die bevorzugten Radiostationen. So muss man nicht lange etwas einrichten, bevor man startet.

Silvercar wird nur Autovermietungs- und Abholstationen an Flughäfen einrichten, denn hier brummt das Geschäft. Auch oder gerade für ein StartUp sollten nur A-Lagen in Frage kommen. Interessant ist dann aber schon, dass die erste Station nicht in New York, sondern in Dallas aufgebaut wird. Online-Bestellungen können schon jetzt durchgeführt werden. Erster möglicher Miettag ist der 14. Januar 2013. Man muss kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass bald weitere Stationen in anderen US-Städten folgen werden. Denn die Gründer rund um CEO Luke Schneider haben in einer ersten VC-Finanzierungsrunde schon 11,2 Mio USD einsammeln können, um schnell durchstarten zu können. Jetzt bin ich gespannt, wie die Kunden das neue Angebot annehmen werden. Auf jeden Fall ist es gut, dass frischer Wind in die etwas verstaubte Autovermietungs-Branche rein kommt.

Gefunden bei Wired und Springwise

2 Responses to Silvercar will die Autovermietung revolutionieren

  1. […] Silvercar ist ein Autovermietung, die nur ein Automodell in einer Farbe anbietet Silvercar ist ein StartUp, dass das Einfachheitsprinzip verfolgt. Es vermietet nur das Modell AUDI A 4 in der Farbe silber. Der Kunde braucht sich somit nicht jedes Mal auf ein neues Modell einstellen. Und Silvercar bündelt damit seine Einkaufsmacht. Zudem erleichtert die Konzentration auf ein Modell eines Herstellers Wartung und Reparaturen und Kundenservice. Buchung und Entsperrung des Autos vor Ort erfolgen über iPhone, iPad oder Co. Und im Audi-Bordcomputer sind auch schon alle relevanten Reisedaten eingegeben, die man bei der Online-Bestellung angegeben hat: Die Hotels auf der Reiseroute und die bevorzugten Radiostationen. So muss man nicht lange etwas einrichten, bevor man startet. Die erste Automietstation wurde in Dallas am Flughafen eröffnet, es folgten Austin, Los Angeles und San Francisco. […]

  2. Bernd sagt:

    Mittlerweile sind ja noch Standorte in San Francisco, Los Angeles, etc. dazukommen. Das Prinzip mit dem einheitlichen Auto finde ich jedenfalls interessant. Gerade wenn man viel unterwegs ist, freut man sich doch über etwas Stabilität.

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