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Warum Sportartikelhersteller “Ellie” das Image eines CopyCats aufbaut

In Deutschland ist das Wort “Copy Cat” das Schimpfwort des Jahrzehnts. Im Land der Dichter, Denker und Erfinder ziemt es sich einfach nicht, sich mit den “Federn von anderen zu schmücken”. Deshalb verschweigen viele Gründer sehr gerne, dass sie sich Ideen anderer bedient zu haben. Diesbezüglich sind amerikanische Firmen ab und zu weniger zimperlich und tragen ihre “Kopierleidenschaft” öffentlich zur Schau. So geschehen beim neuen Fitness-Sport-Label “Ellie”, das Anfang Februar an den Start gegangen ist.

In einem Interview mit Techcrunch geben die Gründer von Ellie offen zu, dass sie ein Vorbild haben, nämlich die Sportbekleidungsmarke Lululemon. Hinsichtlich Qualität und Design wollen Ellie ihrem Vorbild nacheifern. Sie verkünden ganz offiziell, bei den selben Zulieferern wie Lululemon einzukaufen. Nur im Preis wollen sie es mit der Hälfte probieren. Wie soll das gehen? Zum einen verkauft Ellie nur über das Internet und spart sich den Aufbau von Offline-Stores, auf die der Wettbewerber so viel Wert legt. Zudem werden viele Arbeiten inhouse und damit sehr kostengünstig erledigt.

Reicht die o.g. Strategie aus, um schnell im Fitnessmode-Markt Fuß zu fassen? Nein, das glauben auch die Macher von Ellie nicht. Deshalb wollen Sie in einigen Punkten einfach besser sein als ihr Vorbild. Das beginnt mit einer coolen Webseite, die als Navigationshilfe nur den Scroll-Balken kennt. Probiert doch einmal die etwas andere virtuelle Modenschau aus, die Euch Ellie anbietet. Cool. Aber natürlich will sich Ellie nicht allein auf seine Webseite verlassen. Vielmehr wird die Kundin gleich mit einem kurzen, bebilderten Fragebogen abgeholt, um anschließend passende Produktempfehlungen aussprechen zu können.

Nach der ausführlichen Befragung bietet Ellie den Kundinnen zwei Möglichkeiten an. Sie können die Produkte einzeln erwerben oder im Rahmen der Fit Fashionista Club-Mitgliedschaft zwei Kleidungsstücke pro Monat im Abo (für 49,99 USD) zugeschickt bekommen, die genau den Wünschen der Kundinnen (laut Fragebogen) entsprechen. Noch wichtiger: Die Kundinnen sollen via Facebook mitbestimmen können, welche neuen Produkte gelauncht werden sollen. Die Siegerentwürfe sollen innerhalb von 2-4 Wochen auf den Markt gebracht werden. Schnelligkeit ist das Erfolgsrezept, das vom großen Vorbild nicht so schnell kopiert werden kann. Clever.

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