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ECommerce-Plattform Wish weiß vor dem Kunden, was er kaufen wird

Viele Onlineshops bieten eine riesige Auswahl an Produkten. Diese Shops sind darauf angewiesen, dass der Kunde die Suche gut bedienen kann und schnell das findet, was er sucht. Wenn das gelingt, dann empfehlen die Shops dank verschiedener Algorithmen andere Produkte weiter, die für den Käufer ebenfalls kaufenswert sein könnten. Amazon und Co. beweisen, dass diese Vorgehensweise hinsichtlich der Umsatzsteigerung und Kundenbindung sehr gut funktioniert. Und deshalb wollen möglichst viele ECommerce-StartUps ein dickes Stück vom „Kuchen“ abhaben und surfen dabei insbesondere auf den Trendwellen „mobile und social Commerce“. Die Kunst besteht darin, hinsichtlich Bedienung und Treffsicherheit (bezüglich der Kaufvorschläge) besser zu sein als die anderen Anbieter.

Und begzüglich o.g. Kriterien scheinen die Gründer von Context Logic, die die Social Commerce Plattform Wish aufgebaut haben, ein glückliches Händchen zu haben. Denn nicht all zu lange nach ihrem Launch nutzen schon mehr als 500.000 User die Wish-App, um mobil zu shoppen. Die User kommen zu 2/3 aus Nordamerika, sind vorwiegend weiblich und sind zwischen 15 und 25 Jahre alt. Und was begeistert die Nutzer? Die einfache Bedienung und treffsicheren Vorschläge. Wie funktioniert das nun konkret?

Wish ist eine gelungene Mischung aus Pinterest und Facebook. Via Facebook lockt man sich in Sekunden bei Wish ein und schon bekommt man viele Bilder von empfehlenswerten Produkten angezeigt. Wenn man einzelne Bilder „liked“, zeigt Wish zukünftig nur noch Produkte an, die den bisher präferierten Produkten ähneln. So sollen mir treffsicher die Produkte angezeigt werden, die ich mag, ohne es bisher zu wissen. Und dabei ist die Bedienung via Mobilphone kinderleicht, was man längst nicht von allen Onlineshops sagen kann. Da fast alle in der Lage sind, Facebook und Pinterest zu bedienen, ist es ein Kinderspiel, Wish zu bedienen.

Während am Anfang nur die User Bilder von Produkten einstellen konnten und nach und nach Wish die Bilder von ECommerce-Partnern eingebunden haben, können nun alle Anbieter ihre Produkte bei Wish einpflegen. Das Einstellen kostet nichts, dafür verlangt Wish aber 20 % Verkaufsprovision. Das klingt happig. Dafür garantiert Wish einen schnell und zielsicheren Abverkauf, weil die Produkte nur Nutzern angezeigt werden, die aufgrund ihres Facebookprofils und ihrer bisherigen Vorlieben interessant sein könnten.

Und hier zeigt sich der große Unterschied zwischen Facebook und Google. Während Facebook externen Apps den Zugriff auf sein Netzwerk erlaubt, erlaubt das Google+ nicht, um voraussichtlich das oben beschriebene Geschäft eines Tages selbst zu machen. Und genau deshalb ist Facebook (vergleichbar früher mit EBay) einer der wichtigsten StartUp-Provider der heutigen Zeit. Der Nachteil für StartUps: Die Konkurrenz ist groß. Denn Wish ist nicht der First Mover. Wanelo bietet schon länger einen vergleichbaren Service an. Aber wenn ein neuer Anbieter noch mehr begeistert, kann der „Lack des Platzhirschen schnell ab sein“.

Gefundne bei AllThingsD

4 Responses to ECommerce-Plattform Wish weiß vor dem Kunden, was er kaufen wird

  1. Tom sagt:

    Die Frage, ob das Smartphonewachstum mit dem Geburtenwachstum mithalten kann, ist ja schon entschieden.

    Künftige Generationen könnten einen Rechtsanspruch auf ein Smartphone haben – denn ohne Smartphones könnten Verkäufe nicht mehr „organisiert“ werden :-).

    Das menschliche „Gehirn“ überträgt via „Wimpen“ seine „Wunschfunktionen“ an das Smartphone, weil das Smartphone jeden Wunschprozess viel schneller „abarbeiten“ kann.

    Ein Leben ohne Smartphone? Nicht mehr denkbar – das Smartphone könnte das Denken übernehmen – ist bequemer :-)! Lernen und verstehen ? Warum – das Smartphone weiß wo was zu finden ist – wie es anzuwenden ist. Von welchen Quellen ?……..Das könnte noch zum Problem werden – kritsche Fragen – investigative Recherchen – könnten zunehemend abnehmen.

    Denn, wer von Geburt an smartphoniert konditioniert wird?…..gell 🙂

    [Humor anlassen] !

  2. […] kurzem habe ich hier im Blog über einen Onlineshop berichtet, der angeblich noch vor dem Kunden weiß, was dieser will. Und […]

  3. Henry sagt:

    Wish ist ganz ok, es gibt aber eine bessere Alternative. Bei ShopZero ( http://www.shopzero.net ) bekommt man genau die gleichen Produkte (china krams) – dafür aber kostenlos und man muss nur den Versand bezahlen.

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