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Geheimniskrämer-Prinzip: Noch „fliegt“ die Versus-Vergleichsplattform „unter dem PR-Radar“

Einige sprechen im Rahmen der Vergleichsplattform Versus (ehemals Versus IO) schon vom „next big Thing“. Dabei geben sich die Macher sehr bedeckt, was die Öffentlichkeitsarbeit angeht. Aber genau das könnte ein gutes Omen sein. Erinnern wir uns an die Anfänge von dem „SMS-Killer“ Whatsapp. Damals haben sich die Gründer auch eher mit Infos und Ankündigungen in der Öffentlichkeit zurückgehalten. Trotzdem ist WhatsApp sehr stark gewachsen, dank der Empfehlungen der Nutzer und des Mehrwertes (im Verhältnis zum Preis) des Angebotes. Zudem haben sie ein gut funktionierendes Einnahmenmodell. Mittlerweile zählt Whatsapp mehr als 300 Mio. Nutzer weltweit, davon 20 Mio. in Deutschland.

Kommen wir auf Versus zurück. Dank einer Beteiligung von Earlybird, HTG und an anderen Investoren in Höhe von 2,8 Mio. EUR an dem Versus-Betreiber Urge IO GmbH hat die Öffentlichkeit durch die dazu passende PM vom 16.5.2013 einiges erfahren: „Auf VERSUSIO.com können technische Endgeräte, wie Smartphones, Tablets, Fernseher, oder auch beispielsweise Städte verglichen werden… Der einmalige, ausgeklügelte Algorithmus auf dem VERSUS IO basiert, generiert daten-basierte Vergleichsergebnisse, die sich an der Denkweise des Nutzers orientieren… Seit dem Launch 2011 nehmen die Zugriffe auf die Webseite monatlich um über 35% zu, bei aktuell 2,2 Millionen Nutzern. Inzwischen sind 25 Millionen Vergleiche in 9 Produktkategorien und in 18 Sprachen auf VERSUS.IO verfügbar.“

Und dann gibt es noch eifrige Rechercheure, wie z.B. Venturebeat. Die haben z.B. die Information zusammengetragen, dass Urge IO einen sechsstelligen Betrag bezahlt hat, um die Domain „Versus.com“ erwerben zu können. Weiterhin soll im Herbst 2013 eine neue Version veröffentlicht zu werden. Und dank der Jobausschreibungen kann man schemenhaft erkennen, wo die „Reise“ von Versus hingehen könnte und wer dabei wie helfen soll. Mich persönlich hat das Angebot von Versus noch nicht überzeugt. Aber die „Yahoo-Idee“, wieder etwas mehr Ordnung in den Internet-Content zu bekommen, um handlungsorientierte Entscheidungen treffen zu können, gefällt mir.

Grundsätzlich wünsche ich mir, dass auf allen Bewertungsplattformen oder Webseiten mit Bewertungen mehr Struktur reingebracht werden. Das habe ich in meinem Blogbeitrag zum Grünspar-Onlineshop schon näher erläutert. Und natürlich würde ich mir wünschen, dass es eine Webseite gibt, die alle Bewertungen aggregiert, so dass ich sehr schnell erfahren kann, ob das Produkt oder die Dienstleistung gut und richtig für mich ist oder es eine bessere Alternative gibt. Wer hier die richtigen Vernetzungsansätze findet, könnte die Nase im Bewertungsdschungel vorne haben.

One Response to Geheimniskrämer-Prinzip: Noch „fliegt“ die Versus-Vergleichsplattform „unter dem PR-Radar“

  1. Lutz Breunig sagt:

    … hab mal kurz reingeschaut in die Plattform: Entscheidend für deren Erfolg ist, dass die Vergleichskriterien vollständig sind. Wenn nur ein Faktor fehlt, kann man den Vergleich vergessen.

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