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Van Gogh Museum verkauft 3D-Drucke von Van Gogh Bildern für 25.000 EUR

Im Jahr 2012 habe ich hier im Blog aufgezeigt, wie 3D-Druck die Welt verändern kann. Damals habe ich u.a. dargestellt, wie 3D-Druck bei Restaurierungen von Statuen helfen kann, aber auch von 1:1 Kopien, um Ausstellungen parallel auf Wanderschaft schicken zu können sowie bei Erstellung künstlerischer Unikate. Jetzt bin ich auf sog. „Relievos“ aufmerskam geworden. Dabei handelt es sich um hochwertige dreidimensionale Replika von alten Meisterwerken.

FUJIFILM Belgien hat die Technologie in sieben Jahren entwickelt und produziert die Relievos. Das Van Gogh Museum im Amsterdam hat mit seiner Expertise beigetragen und verkauft als Vertriebspartner wertvolle Relievos von derzeit fünf Van Gogh Bildern, darunter auch die „Sonnenblumen“. Der Verkaufspreis liegt bei 25.000 EUR pro Stück. Jede Edition ist auf 260 Stück limitiert. Mit den Erlösen sollen Restaurationen von Van Gogh Bildern finanziert werden. Nach der Veröffentlichung der Pläne im Juli 2013 sind schon zahlreiche weitere Museen auf Fujifilm und das Van Gogh Museum herangetreten, um auch dieses neue Erlösmodell zu erschließen.

Um zu verhindern, dass ein Relievo als Original weiterverkauft wird, wird jedes Werk mit einem nicht entfernbaren Siegel markiert. Trotzdem soll es sehr viele Kunstliebhaber geben, die mehr als einen Kunstdruck wünschen. Warum soll in der Preisspanne von 50 EUR für einen Kunstdruck bis 82 Mio. EUR für ein Original nicht noch genug Platz sein, um auch Relievos für 25.000 EUR zu verkaufen? Weiterhin könnten die Relievos für Wanderausstellungen verwendet werden. Und letztlich sollen die Relievos in Universitäten und Schulen zur Ausbildung, sowie für sehbehinderte Menschen eingesetzt werden.

Gefunden im Guardian und futurezone

2 Responses to Van Gogh Museum verkauft 3D-Drucke von Van Gogh Bildern für 25.000 EUR

  1. Ben Pusher sagt:

    Endlich mal ein sinnvoller Einsatz, neben den ganzen Spielereien… Wenn sich damit Kunst wirklich annähernd gut „kopieren“ lässt, wieso nicht? Der Profit scheint ja auch sinnvoll für Restaurationen weiterverwendet zu werden, also nicht reine Profitgier

    Ben

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