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Es gibt viele Wege nach Rom: Kaufnavigator expandiert nach dem Step by Step Prinzip

Zu meinen Top-100-Lieblingsstartups zählt zweifelsohne kaufDA, die es ermöglichen, dass ich (via Web und/oder App) jeden Prospekt der Handelsriesen vor Ort einsehen kann, ohne dass ich meinen Briefkasten vollstopfen lassen muss. Die Axel Springer AG sicherte sich im März 2011 die Mehrheit der Anteile am Unternehmen und treibt seitdem die Internationalisierung voran (mehr auf Wikipedia). Einige andere StartUps versuchten sich schon vorher oder danach ebenfalls an der Idee, konnten aber nicht an kaufDA (die nicht First Mover waren) heranreichen. Mit abgewandelten Ideen in angrenzenden (Nischen)Märkten haben aber auch heute StartUps noch die Chance, sich zu etablieren, wenn auch mühsamer und weniger spektakulär. Ein Beispiel dafür ist der Kaufnavigator, der eher bescheiden am Markt auftritt, aber ein gutes Beispiel für ein klassisches One-Man-StartUp mit kleinem Budget ist. Viel zu selten kümmern sich aus meiner Sicht Journalisten um dieses Genre.

Mit dem Kaufnavigator kann ich via App oder Web Prospekte in den Katalogen der überregionalen Versender blättern. Mit folgender Werbeaussage soll es den Kataloganbietern schmackhaft gemacht werden, ihren Katalog im Kaufnavigator entgeltlich einzustellen: „Ein Katalog ist das exzellente Marketinginstrument. Ein Katalog ist immer noch das beste Medium, um sich einen Gesamtüberblick über die Produktpalette des Anbieters zu verschaffen. Über 20% der Online-Käufe sind auf Kataloge zurückzuführen. Dies liegt daran, dass die Nutzer sich in den Katalogen informieren und dann direkt am Computer, im Onlineshop des Anbieters kaufen….Der Nutzer muss jedoch erst von der Existenz von diesem Katalog erfahren… Gleichzeitig lädt man lieber eine App, wo alle Kataloge vorhanden sind, statt für jeden Katalog eine extra App herunterzuladen.“

Ohne großes Startkapital bietet Alexander Pevzner seit letztem Herbst seine Kaufnavigator-Android-App an und freut sich über die kleinen, aber feinen Fortschritte in Anbetracht eines Mini-Werbebudgets. Seit Dezember 2012 wurde nach Aussagen des Gründers die Android-App fast 20.000 mal heruntergeladen und das ohne Werbung. Etwas schwieriger tut er sich beim Aufsetzen des passenden Pricing-Modells. Die Versandhaus-Kunden möchten gerne pro Klick abrechnen, aber der Prospekt ist kein klassisches „Kaufmedium“. Momentan versucht Alexander Pevzner die „goldene Mitte“ für beide Seiten zu finden und merkt dabei, dass die Tücke im Detail liegt. Aus meiner Sicht hat er noch nicht das „Killerangebot“ gefunden, damit ihm Versandhäuser und Nutzer die „Bude einrennen“. Trotzdem entwickelt sich sein StartUp step by step weiter, auch schon mit den ersten Internationalisierungsplänen. Auch dieser ehe mühsame Weg kann Spaß machen und zum nachhaltigen Erfolg führen.

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