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Heute ist offizieller Launch des fairen Onlinemarktplatzes Fairnopoly

Im März 2013 habe ich hier im Blog erstmals über Fairnopoly berichtet. Dabei handelt es sich um einen Onlinemarktplatz, auf den bevorzugt fair gehandelte oder gebrauchte Produkte angeboten werden sollen. Und es handelt sich um ein Genossenschaftsmodell 2.0. Aber nicht nur die Genossenschaftsmitglieder dürfen mitbestimmen. Denn die Nutzer*innen der Plattform erhalten beim Kauf von Produkten automatisch sogenannte FAIR Share Points, mit denen sie u.a. über die Verwendung von generierten Spendengeldern mit entscheiden können.

Seit dem 15. August 2013 ist die Pionierversion des Marktplatzes online. Seitdem konnten Artikel eingestellt aber noch nicht ver- bzw. gekauft werden. Ziel war es, durch die Mitglieder bis zum offiziellen Startschuss heute mindestens 10.000 Artikel einstellen zu lassen. Gelockt wurden die Früheinsteiger damit, sich als Pionier bezeichnen zu dürfen. Jeden Tag wird zudem auf der Webseite ein Pionier den Besuchern vorgestellt. Zudem war die Einstellung in der Pionierphase kostenfrei. Jetzt gilt es. Denn seit heute sind die Verkaufsfunktionen freigeschaltet. Die Ziel sind letztlich ambitioniert. Fairnopoly will den ECommerce-Riesen Amazon und Ebay in naher Zukunft Paroli bieten können.

Heute kann man kurz festhalten, dass das Ziel von 10.000 eingestellten Produkten zum offiziellen Start leider um mehr als 50 % verfehlt wurde. Und auch ein zweites Ziel für diesen Monat scheint schwer zu erreichen sein, nämlich Neuzeichnungen von Genossenschaftsanteilen in Höhe von 50.000 EUR. Dafür wurden bisher u.a. via zweier Crowdfundingaktionen schon mehr als 300.000 EUR in Form von Genossenschaftsanteilen eingesammelt. Und jetzt, wenn der Marktplatz voll funktionsfähig ist, erhoffen sich die Macher, dass die Zahl neuer Genossen signifikant steigt und damit das Monatsziel von 50.000 EUR gezeichneten Genossenschaftsanteilen bald erreicht werden kann. Gut ist, dass solche Ziele plakativ im Marktplätz visualisiert werden.

Ehrlich gesagt hauen mich Produktpräsentation, Bedienbarkeit und Auswahl noch nicht „vom Hocker“. Wo sind die exklusiven Produkte, die jeder haben will und es nur auf dieser Plattform zu kaufen gibt? Wo ist die innovative Marketingkampagne, die mit geringem Budget die großen Massen anlockt? Auch wenn es sich um ein Genossenschaftsmodell handelt und auch wenn es um fair gehandelte Produkte geht, darf alles ruhig sexy und emotional berauschend präsentiert werden. Aber letztlich ist die Story von Fairnopoly ein großer Erfolg. Und sicherlich helfen die Genossen und Nutzer dabei, alles so zu verbessern, dass die Kunden immer wieder gerne zurückkehren.

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