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Schatztruhe: Nathan Sawaya verzaubert seine Kunden seit Jahren mit Lego-Kunst

Viele Künstler versuchen sich zu positionieren, indem sie besondere Materialien verwenden bzw. in besonderer Art und Weise verwenden. Nathan Sawaya musste diesbezüglich nicht lange suchen. Er spielte schon als Kind gerne mit Legosteinen. Als Erwachsener verdient er sein Geld, indem er Skulpturen aus Legosteinen “formt”. Er ist damit nicht nur berühmt geworden, sondern kann davon auch finanziell sehr gut leben. Vor allem Auftragsarbeiten bringen ihm genug Geld ein, um sorgenfrei in New York leben und arbeiten zu können.

In seinem New Yorker Atelier hat Sawaya mehr als 2,5 Mio. Standard-Legosteine auf Lager. Viele denken, er bekäme von Lego Sonderanfertigungen. Das stimmt aber nach seinen Aussagen nicht. Er benutzt vielmehr die Standardsteine. Weitere Hilfsmittel sind manchmal der Computer (für das Prototyping) und Klebstoff, damit die Auftragskunstwerke heil und in einem Stück beim Auftraggeber ankommen.

Eine Auftragsarbeit dauert im Schnitt zwei bis drei Wochen. Er verwendet dafür durchschnittlich 15.000 – 25.000 Legosteine. Dafür sind solche Kunstwerke auch nicht ganz billig, sondern kosten schnell vier- oder fünfstellig. Allein der Materialeinsatz ist nicht ganz billig. Denn der Künstler wird nicht durch Lego gesponsort. Trotzdem gibt es Wartelisten.

Viel öffentliche Aufmerksamkeit erhält er dank seiner Kunstausstellungen. Dann legt er sich besonders ins Zeug. So hat er z.B. dafür ein Tyrannosaurus-Rex-Skelett aus mehr als 500.000 Legosteinen gebaut. Das ist sein bisheriger Rekord. Damit erhält er viel Aufmerksamkeit. Auch seine Graffiti-Kunstwerke, die er in der Stadt aufstellt, sorgen für viel PR-Wirbel. Wie jeder erfolgreiche Künstler zu Lebzeiten weiß auch Sawaya, sich in Szene zu setzen.

Fotoquelle: Nathan Sawaya / Verwendung ausdrücklich erlaubt durch PM vom 4.10.2012

2 Responses to Schatztruhe: Nathan Sawaya verzaubert seine Kunden seit Jahren mit Lego-Kunst

  1. Dirk sagt:

    Super Idee – der Lego-Mann aus den Körperwelten. Erstaunlich, dass das Konstrukt stabil ist bei dem Loch in der Mitte.

  2. Ralf sagt:

    @Dirk

    Die Lego-Steine werden geklebt – sonst ist auch kein Transport zum Kunden möglich.

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