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Street Hub „surft“ auf der Buy-Local-Welle

Das Umsatzwachstum im ECommerce-Segment ist enorm. Darunter leiden die stationären Einzelhändler immer akuter. Die Art der „Gegenwehr“ ist unterschiedlich. Einige Händler geben einfach auf, andere machen einfach weiter so. Wieder andere Händler steigen auch ins ECommerce-Geschäft ein (Stichwort Multi-Cahnnel). Oder sie passen ihr Sortiment an bzw. bieten besondere Servicedienstleistungen an. Oder sie setzen moderne Technik ein. Oder sie protestieren, um ihre Kunde dazu zu bewegen, wieder lokal zu kaufen.

Da die Einzelhändler meistens überfordert sind, sich neue Lösungen einfallen zu lassen, gibt es u.a. pfiffige StartUps, die hier helfen. Vor zweieinhalb Jahren habe ich hier im Blog z.B. über den Lieferservice Hubbub berichtet. Hier kann man online Lebensmittel bestellen, die von Händlern aus der Nachbarschaft angeboten werden. Einen ähnlichen Weg geht Good Eggs. Hier kann man sich Waren von Lebensmittelproduzenten und -händlern aus der Nachbarschaft liefern lassen oder an einer Sammelstelle abholen. Eine ganz andere Lösung hat sich jetzt Street Hub einfallen lassen. Hier gilt das Motto „click and collect“.

Via Street Hub kann man virtuell durch verschiedene Boutiquen in London stöbern. Wenn einem etwas gefällt, kann man auf die Produkte klicken. Die Händler vor Ort reservieren dem Käufer anschließend für drei Tage diese Produkte. Der Kunde muss nur noch vor Ort vorbeischauen, bezahlen und sein Produkt abholen. Das ist ein guter Anfang, aber nicht mehr. Ich würde erwarten, dass ich die Produkte auch via Onlineshopping nach Hause geschickt bekomme oder an einem zentralen Punkt abholen kann.

Gut finde ich, dass mit Hilfe von Street Hub die Nutzer motiviert werden, wieder vor Ort einzukaufen. Dank dieser Anwendung findet man evtl. auch ganz neue Einkaufsquartiere in der Stadt. Allerdings vermisse ich, dass mir noch mehr Appetit auf einen realen Schaufensterbummel gemacht wird. Ein virtueller Schaufensterbummel wäre aus meiner Sicht eine gute Ergänzung und könnte bei passender ECommerce-Lösung auch Zusatzumsätze generieren. Wie das aussehen könnte, zeigt Turnhills seit einiger Zeit sehr eindrucksvoll.

Man könnte auch die Shops vor Ort einbinden, um spannenden Content auf der Webseite anzubieten. Der Pimkie-Fashion-Onineshop hat eindrucksvoll bewiesen, wie das gehen könnte. Dieser Shop zeigt dank Kameras vor Ort, welche Modefarben in welchen Städten gerade im Trend liegen. Weiterhin könnte der Stadtbummel von morgen mit Hilfe von Augement Reality Technology zum echten Erlebnis umfunktioniert werden, wie ich hier schon erläutert habe.

Street Hub könnte auch zum Technik-Provider für die Shops vor Ort agieren. Sie könnten z.B. „virtuelle Schaufensterpuppen“ anbieten, wie das der Neo-Store in Nürnberg schon ausprobiert hat. Oder sie könnten Berater für Online-Offline-Strategien werden oder die Einbindung von Social Commerce, wie ich hier im Blog schon an vielen Beispielen erläutert habe, forcieren. Auch könnten sie die Wirtschaftsförderung darin beraten, wie die Innenstädte wieder belebt werden könnten. Oder sie könnten PopUp-Flächen vermieten.

One Response to Street Hub „surft“ auf der Buy-Local-Welle

  1. […] gleichnamiger Protestaktionen, sondern wegen intelligenter Geschäftsideen wie Hubbub, Good Eggs, Streethub an “Fahrt auf”. Auch deutsche StartUps wie die Lokazon GmbH mit ihrem Webdienst Locafox […]

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